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24.07.2012

11:37 Uhr

Biotechzulieferer Stratec

Unternehmen profitiert von Outsourcing-Trend

Der Biotechzulieferer Stratec produziert Analysesysteme, mit denen Blut- oder Gewebeproben untersucht werden. Sein Quartalsumsatz legt um 11,3 Prozent zu, während die operative Rendite auf 17, 2 Prozent sinkt.

Stratec setzt darauf, dass große Diagnostikunternehmen ihre Analysesysteme immer mehr von Spezialisten anfertigen lassen. dapd

Stratec setzt darauf, dass große Diagnostikunternehmen ihre Analysesysteme immer mehr von Spezialisten anfertigen lassen.

FrankfurtDie kräftige Nachfrage nach etablierten Laborgeräten und Analysesystemen hält den Biotechzulieferer Stratec Biomedical auf Kurs. Höhere Liefermengen schoben die Geschäfte an, wie das Unternehmen aus Birkenfeld bei Pforzheim am Dienstag mitteilte. Der Konzernumsatz nahm von April bis Juni binnen Jahresfrist um 11,3 Prozent auf 29,4 Millionen Euro zu. An seiner Jahresprognose hielt Vorstandschef Marcus Wolfinger fest: Für 2012 werde ein Umsatzanstieg auf 125 bis 139 Millionen Euro nach 116,6 Millionen Euro im Vorjahr anvisiert. Zugleich bekräftigte er die im Mai gesenkten Margenziele, die für 2012 und 2013 eine operative Rendite (Ebit-Marge) von 17 bis 19 Prozent vorsehen.

Stratec setzt darauf, dass große Diagnostikunternehmen wie Siemens, Abbott und BioMerieux ihre Analysesysteme immer mehr von Spezialisten anfertigen lassen. Die Verträge laufen dann häufig über mehr als zehn Jahre. Daher baut Stratec momentan seine Entwicklungsleistungen für neue Geräte aus. "Das dies nicht ohne Auswirkungen auf die Margenentwicklung geschehen kann, liegt in der Natur der Sache", erklärte Wolfinger. So sank im zweiten Quartal die operative Rendite auf 17,2 Prozent von 19,4 Prozent vor Jahresfrist. Unter dem Strich blieb im Quartal ein Überschuss von 3,91 (Vorjahr: 4,01) Millionen Euro.

Der Ausbau der Entwicklung soll Stratec auch mittelfristig pro Jahr ein prozentual zweistelliges Wachstum sichern. Im Zeitraum 2012 bis 2014 soll das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum (CAGR) zwischen 14 Prozent und 16 Prozent liegen. Dabei geht Wolfinger davon aus, dass Stratec im Jahr 2013 die Umsatzschwelle von 160 Millionen Euro überschreitet. Das Unternehmen produziert momentan pro Jahr mehr als 1.000 Analysesysteme für Diagnostikunternehmen und Forschungseinrichtungen, mit denen beispielsweise Blut- oder Gewebeproben untersucht werden.

Von

rtr

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