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04.03.2013

17:51 Uhr

Bis 2020

China wird größter Markt für Luxus-Autos

Bis 2020 wird China der größte Markt für Luxus-Autos. Der Absatz für Nobelkarossen wird bis dahin pro Jahr um rund zwölf Prozent steigen. Der Absatz für Autos mit einem Neuwert zwischen 25 000 und 150 000 Euro bis dahin auf 3 Millionen steigen.

In China wird der Absatz für Nobelkarossen bis 2020 deutlich steigen. dpa

In China wird der Absatz für Nobelkarossen bis 2020 deutlich steigen.

ShanghaiDank der Lust chinesischer Autokäufer am Luxus wird China bis zum Jahr 2020 zum weltgrößten Absatzmarkt für Premium-Autos werden. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung McKinsey wird der Absatz von Fahrzeugen mit einem Neuwert zwischen 25.000 und 150.000 Euro von 1,25 Millionen im Jahr 2012 auf rund drei Millionen im Jahr 2020 steigen. Die USA, wo 2012 rund 1,7 Millionen Premium-Modelle verkauft wurden, werden der Studie zufolge im Premiumsegment auf den zweiten Platz zurückfallen.

„China ist ein Wachstumsmarkt. Die Leute haben ein großes Vertrauen in die Zukunft“, sagte die Autorin der Studie, Sha Sha. Bis 2020 wird das Premiumsegment demnach jährlich um zwölf Prozent zulegen. Vor allem deutsche Premiumhersteller wie Audi, Porsche, BMW und Mercedes könnten von Chinas wachsenden Appetit auf Luxus profitieren.

Größte ausländische Autohersteller in China

Platz 10

BMW - 326.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Und BMW dringt in die Top Ten vor: Im Vorjahresvergleich legt der Absatz um beachtliche 40 Prozent zu. Auf den Plätzen folgen Suzuki, Daimler und Mazda.

Platz 9

Ford - 427.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner machen Boden gut, was sie ebenfalls dem Inselstreit zu verdanken haben. Im Vorjahresvergleich bleibt ein sattes Plus von 31 Prozent.

(Anm. d. Red.: Erfasst wurden nur Pkw-Verkäufe)

Platz 8

Peugeot-Citroën - 442.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen. Der Absatz legt um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Platz 7

Kia - 512.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 18 Prozent gehören sie mittlerweile zu den erfolgreichen Volumenherstellern in China.

Platz 6

Honda - 603.000 verkaufte Fahrzeuge

Honda muss ebenfalls Einbußen hinnehmen - wie die anderen japanischen Hersteller in China ebenfalls. Im Vorjahresvergleich steht ein Minus von drei Prozent.

Platz 5

Toyota - 841.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner müssen sich mit Rang fünf begnügen, vor allem im September hatte es einen herben Rückschlag der Verkaufszahlen auf gerade einmal 50.000 Stück gegeben. Im Gesamtjahr bleibt ein Absatzminus von fünf Prozent.

(Anm. d. Red.: Angabe laut Reuters)

Platz 4

Hyundai - 847.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner verdrängen Toyota auf Rang fünf und sind indirekter Nutznießer des Inselstreits. Die Hyundai-Verkäufe legten 2012 um zwölf Prozent zu.

Platz 3

Nissan - 1,18 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der Streit um eine Inselgruppe zwischen China und Japan hat die Absatzzahlen der Japaner deutlich in die Knie gedrückt. Im Gesamtjahr gab es für Nissan ein Minus von fünf Prozent.

Platz 2

Volkswagen - 2,81 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Wolfsburger können das größte Wachstum der Massenhersteller in der Volksrepublik vorweisen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Volkswagen-Verkäufe um 24 Prozent zugelegt.

Platz 1

General Motors - 2,84 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner verteidigen hauchdünn die Spitzenposition in China. Im Jahresvergleich hat GM um elf Prozent zugelegt.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Laut McKinsey liegt der Anteil der deutschen Produzenten in Chinas Premiummarkt schon jetzt bei 80 Prozent. Allein die VW-Tochter Audi verkaufte im Jahr 2012 rund 400.000 Fahrzeuge in China. Der Sportwagenhersteller Porsche konnte im vergangenen Jahr 30.000 Fahrzeuge in dem kommunistisch regierten Land absetzen und so einen neuen Absatzrekord erzielen.

Um auch weiter von dem Premium-Boom zu profitieren, müssten die deutschen Hersteller ihr Vertriebsnetz in den chinesischen Städten ausbauen, erklärte Detlev Mohr, Leiter von McKinseys europäischer Automobilberatung. Zudem müssen die Hersteller laut Mohr auf günstige Preise und moderne Antriebstechnologien achten. In den USA und Deutschland wird das Premiumsegment bis 2020 McKinsey zufolge jährlich nur um vier und zwei Prozent zulegen.

Von

afp

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