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01.08.2012

16:54 Uhr

BMW-Aktionär

Quandt will Solarwatt mehrheitlich übernehmen

Der insolvente Modulbauer Solarwatt blickt seiner Rettung entgegen: BMW-Aktionär Stefan Quandt will 94 Prozent der Anteile kaufen. Die Gläubigerversammlung muss dem Sanierungsplan im September zustimmen.

Solarwatt hofft auf eine baldige Rettung. dpa

Solarwatt hofft auf eine baldige Rettung.

DüsseldorfFür den insolventen Modulbauer Solarwatt ist die Rettung in greifbare Nähe gerückt. BMW-Aktionär Stefan Quandt will dem Unternehmen maßgeblich auf die Sprünge helfen und über eine Kapitalerhöhung am Ende 94 Prozent der Anteile übernehmen, wie Solarwatt am Mittwoch mitteilte.

Voraussetzung ist aber unter anderem, dass die Gläubigerversammlung dem Sanierungsplan am 11. September zustimmt. Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus appellierte denn auch an sie: „Nun liegt es an den Gläubigern, sich hinter den Plan zu stellen und damit den Fortbestand des Unternehmens und der überwiegenden Zahl seiner Arbeitsplätze zu sichern.“

Das Amtsgericht Dresden hatte am Mittwoch das Insolvenzverfahren in Eigenregie eröffnet und Rainer Bähr als Sachwalter bestellt. Der Sanierungsplan, der den Gläubigern 16 Prozent ihrer Ansprüche zusichert, sieht vor, das Kapital zunächst auf Null herabzusetzen und anschließend um fünf Millionen Euro zu erhöhen. 94 Prozent davon wolle Quandt zeichnen und zudem fünf Millionen Euro als Gesellschafterdarlehen zuschießen.

Die geplante Restrukturierung sieht zudem vor, die Modul-Produktion zurückzufahren und knapp 100 der 435 Arbeitsplätze zu streichen. Solarwatt-Chef Neuhaus äußerte sich angesichts des um 22 Prozent gestiegenen Absatzes in den ersten sechs Monaten zuversichtlich, die Firma retten zu können.

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