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12.10.2013

12:34 Uhr

BMW

Produktion von Elektroauto i3 läuft nach Plan

BMW hat einen Bericht der Wirtschaftswoche zurückgewiesen, wonach die Produktion des Elektroautos i3 ins Stocken geraten sei. Alles verlaufe nach Plan, so BMW. Leichte Verzögerungen seien bei einem neuen Fahrzeug normal.

BMWs Elektroauto i3 auf dem Laufband. Laut Berichten der Wirtschaftswoche gebe es Probleme in der Endmontage und stillstehende Bänder. Reuters

BMWs Elektroauto i3 auf dem Laufband. Laut Berichten der Wirtschaftswoche gebe es Probleme in der Endmontage und stillstehende Bänder.

LeipzigBMW liegt bei der Serienproduktion seines Elektroautos i3 nach eigenen Angaben im Plan. „Es gibt keine Probleme“, sagte ein Sprecher des Leipziger BMW-Werkes am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Er wies einen Bericht der „Wirtschaftswoche“ zurück, nach dem die i3-Produktion stockt. Beim Hochfahren in die Großserie gebe es „Optimierungsschleifen“, die bei einem ganz neuen Fahrzeug normal seien. „Wir lernen beim Thema Elektromobilität mit neuen Werkstoffen täglich dazu.“ Alles müsse sich einspielen, Anlagen optimiert, völlig neue Lieferanten koordiniert und an die Produktion angepasst werden. „Wir haben keinen Verzug.“ Über die Zahl der bisher gefertigten Elektroautos gab BMW keine Auskunft.

Die „Wirtschaftswoche“ berichtete unter Verweis auf Insider-Informationen über Probleme in der Endmontage, stillstehende Bänder und gedrosselte Fertigung bei Zulieferern seit dem Start der i3- Serienproduktion Mitte September.

Daten und Fakten zum BMW i3

Technische Daten, Teil 1

Länge:3,99 Meter, Radstand: 2,57 Meter, Kofferraumvolumen: 200 - 1.100 Liter, Wendekreis: 9,86 Meter, Leergewicht: 1.195 kg.

Technische Daten, Teil 2

Batteriekapazität: 22 kWh, Nominalspannung: 360 V, Lithium-Ionen-Speichertechnik. Antrieb: Hybrid-Syncron-Elektromotor mit 125 kW/170 PS, zweistufiges Automatikgetriebe mit fester Übersetzung an die Hinterräder.

Fahrleistungen

Max. Drehmoment: 250 Nm, so viel wie ein Golf Diesel "BlueMotion".
Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 7,2 Sek.,
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h (elektronisch begrenzt),
Verbrauch: 0,13 kWh pro km,
max. Reichweite 200 km,
CO2-Emission: 0 g/km.

Ladedauer

Lädt man den i3 zu Hause an einem normalen Anschluss, dauert der Ladevorgang bis zu acht Stunden. An einer Schnellladesäule dagegen ist der Akku laut BMW nach 30 Minuten zu 80 Prozent geladen.

Fahrmodi

Wählen kann der Fahrer unter den drei Einstell-Modi "Comfort", "Eco Pro" und "Eco Pro+". Sie ermöglichen die Spreizung zwischen höchstmöglichem Komfort und der maximalen Reichweite von etwa 200 Kilometern. "Wir haben mit unserer Mini-E-Flotte festgestellt, dass damit weltweit über 90 Prozent der Autofahrer bestens zurecht kommen", sagt der Leiter des "project i", Ulrich Kranz.

Reichweitenverlängerer

Wem die maximal 200 km Reichweite nicht reichten, der kann seinen i3 als Sonderausstattung mit einem Range Extender bestellen. Hier sorgt dann ein kleiner Zweizylinder-Viertakt-Benziner aus dem BMW-Roller C 650, dass es weiter vorangeht. Dieser wird dann unter dem Kofferraumboden eingebaut. Über einen Generator liefert er Strom für gut 100 zusätzliche Kilometer. Wie viel Sprit er dafür benötigt, teilte BMW noch nicht mit.

Leichtbau-Maßnahmen

Mit der neuen, horizontal getrennten Architektur will der Hersteller möglichst geringes Gewicht und die bestmögliche Effizienz erzielen. Nach dem BMW-internen Motto "Unten Drive, oben Life" besteht das Chassis des i3 aus einem Leichtmetallrahmen, der das Fahrwerk, die komplette Antriebs- und Steuerungseinheit inklusive des Lithium-Ionen-Akkus trägt. Darauf sitzt verschraubt eine hochfeste und ultraleichte Fahrgastzelle aus Kohlefaser. Statt Blech- bilden Kunststoffteile die Außenhaut.

Akkus und Preis

Exakt 34.950 Euro werden für den i3 fällig. Der Grundpreis betrifft die Basisversion ohne den o.g. Range Extender. Die Batterien sind inklusive, auf die Akkus gibnt BMW eine Herstellergarantie von acht Jahren oder 100.000 Kilometern. Das Speichersystem besteht aus acht Modulen, die jeweils einzeln ersetzt werden können.

Serienmäßig mit SIM-Card

Mit einer speziellen BMW-App auf dem iPhone hat der Fahrer die Möglichkeit, seinen i3 aus der Ferne zu überwachen, die Klimaanlage einzuschalten, oder das Laden des Akkus steuern. Zudem gibt das Display Auskunft über Restreichweite und Batteriestand und zeigt freie sowie besetzte Ladestationen in der Umgebung an. Jeder i3 ist serienmäßig mit einer fest installierten SIM-Card ausgestattet. Dies ermöglicht es z.B. Staumeldungen in Echtzeit zu übertragen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Observer

12.10.2013, 14:29 Uhr

Ein sehr kluger Schachzug von BMW gegenueber seinen europ. und vor allem seinen deutschen Wettbewerbern! Bravo!
Ob nun der i3 das richtige Modell dafuer ist, scheint mir zumindest zweifelhaft. Gegenueber der franz. und it. Konkurrenz und auch VW moeglich, doch VW wird das wenig bis gar nicht tangieren, jedoch kaum Herausforderung gegenueber Mercedes und Audi, weshalb hier ziemliche leidenschaftslosigkeit gezeigt wird.
Man hat die Chance verpasst, sich wie Tesla, im oberen Marktsegment einen Namen zu machen, denn hier spielt es nicht eine so grosse Rolle, ob der Preis gegenueber einem Steinzeitmodell mit Verbrennungsmotor ein wenig teurer ist. Hier spielen, zumindest bei Firmenwagen was zukuenftig die ueberwiegenden Kaeufer sein werden, die Unterhaltskosten eine wesentlich wichtegere Rolle und da ist ein Elektroauto den Steinzeitfahrzeugen um ichtjahre ueberlegen, wenn man da auch noch in Betracht zieht, dass die haltezeit vervielfacht werden kann, weil der Verschleiss an beweglichen Teilen auf eine vernachlassigbare Groesse schrumpft. Selbst ein Ersatzmotor kostet nur ein paar Euro und ist in zehn Minuten ausgetauscht! Das extreme volkswirtschaftliche Problem wird sein, dass die ganze Reparaturindustrie den Bach runter gehen wird, weil es keiner reparaturen mehr bedarf und wenn ja, dann kann das jeder geuebte Bastler, wie es in den 60-ern noch der Fall war, und als Oldtimersammler weiss ich wovon ich spreche!
Jeder, der aml ein elektroauto gefahren hat, hat nicht mal mehr einen Blick uebrig fuer ein Steinzeitvehikel! ie Zeit wird´s bringen und zwar aus China! Niemals wird ein westlicher Hersteller die Produktionsmengen schaffen, um den Chinesen preislich gefaehrlich wrden zu koennen und die westliche Welt, wird wegen seiner gewollten Verarmung sich nur noch das Billigste leiten koennen!

Observer

12.10.2013, 14:34 Uhr

Tschuldigung fuer die VIELEN Fehler, aber ich bin leider etwas zu schnell fuer meine Tastatur.

i12

12.10.2013, 16:52 Uhr

Na klar liegt man im Plan, wenn Ihn selbst kleine Kinder mit Hammer, Nägeln und Schere erfüllen können. "Potemkinsche Dörfer" gibt es überall.

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