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30.01.2010

19:00 Uhr

BMW

Zulieferer GM Powertrain auf dem Prüfstand

Dem Autokonzern BMW droht eine Milliardenklage. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, steht damit die fast 20 Jahre dauernde Zusammenarbeit zwischen den Bayern und dem US-Zulieferer GM Powertrain vor dem Aus.

HB MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Die Amerikaner hatten für den deutschen Autobauer seit 1991 Vier- und Fünfganggetriebe entwickelt und gebaut, etwa für die 3er- und 5er-Baureihe. Aufgrund der langjährigen Lieferbeziehungen hatte BMW - so der Bericht weiter - der GM-Tochter im Mai 2004 den Auftrag zu Entwicklung und Bau einer Sechsgang-Automatik für Mittelklasseautos, den Geländewagen X3 und ein neues Auto der unteren Kompaktklasse erteilt.

Vereinbart worden sei die Lieferung von jährlich mindestens 200 000 Einheiten des Typs 6L45 aus dem Werk Straßburg - zum Stückpreis zwischen 1 260 Euro (zum Produktionsstart) und 1 150 Euro (zum Ende der Produktion 2015). Über die gesamte Vertragslaufzeit und samt Entwicklungskosten von 19 Millionen Euro habe der Vertrag für GM einen Wert von über einer Milliarde Euro gehabt.

Starten sollte die Produktion 2008. Doch BMW habe die im Lastenheft aufgestellten technischen Anforderungen mehrfach erweitert und den Vertrag dann am 10. Dezember 2009 komplett gekündigt. Das Wirtschaftsmagazin beruft sich dabei auf Aussagen der GM-Nachfolgeorganisation (MLC), in die 2008 nach der Insolvenz des Autokonzerns das Getriebewerk Straßburg ausgelagert worden sei.

Das GM-Getriebe sei nicht mehr wettbewerbsfähig, zitiert die Wirtschaftswoche Vertraute in München. MLC bestreite dies vehement und fordere von BMW Vertragserfüllung oder Schadensersatz. Nach dem Verlust des BMW-Vertrags stehe das Werk Straßburg vor der Schließung, heißt es weiter.

Mehr dazu auf wiwo.de.

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