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20.04.2013

02:32 Uhr

Boeing 787

USA wollen Dreamliner wieder fliegen lassen

Drei Monate lang hat die US-Flugaufsicht die Dreamliner-Flugzeuge von Boeing an den Boden gebannt. Nun genehmigte sie eine neue Batteriekonstruktion. Doch eine Starterlaubnis würde nicht überall gelten.

Boeings Super-Flugzeug 787 «Dreamliner» kann bald wieder in die Luft gehen. dpa

Boeings Super-Flugzeug 787 «Dreamliner» kann bald wieder in die Luft gehen.

WashingtonNach drei Monaten Zwangspause kann Boeings Super-Flugzeug 787 „Dreamliner“ bald wieder in die Luft gehen. Die US-Flugaufsicht FAA hat am Freitag die neue Batteriekonstruktion genehmigt, die künftig vor Feuern bewahren soll. Eine endgültige Richtlinie, die dem Langstreckenflieger die Rückkehr in den Liniendienst erlaubt, solle kommende Woche veröffentlicht werden, erklärte die Behörde in Washington.

Die Flugaufseher hatten Mitte Januar nach einem Feuer und einem Schmorbrand bei den Batterien von zwei „Dreamlinern“ ein weltweites Startverbot verhängt. Zwischenzeitlich hat Boeing die Konstruktion überarbeitet.

Die einzelnen Zellen der Batterie werden jetzt besser voneinander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu minimieren. Ein Edelstahl-Gehäuse soll zusätzliche Sicherheit bieten. Ein Abluftsystem soll im Notfall giftige Dämpfe aus dem Flieger leiten.

Wenn die 50 bereits an Airlines ausgelieferten „Dreamliner“ umgebaut sind, dürfen sie wieder fliegen. Jede einzelne Maschine muss zuvor aber von der FAA abgenommen werden, wie die Behörde erklärte. Auch der Umbau selbst werde genauestens überwacht. Die FAA hatte sich zuvor Kritik anhören müssen, dass sie das ursprüngliche Batteriedesign überhaupt genehmigt hatte.

„Die Änderungen an den Batterien der 787 werden die Sicherheit des Flugzeugs und seiner Passagiere sicherstellen“, erklärte US-Verkehrsminister Ray LaHood. Die Startfreigabe gilt zunächst aber nur für die Vereinigten Staaten, wo bislang nur United Airlines den „Dreamliner“ betreibt. Andere Flugsicherheitsbehörden weltweit bekommen die nötigen Unterlagen zur Verfügung gestellt und müssen dann ebenfalls grünes Licht geben.

Jede Maschine hat zwei der Akkus an Bord - eine in der Nähe des Cockpits, eine im Mittelteil der Maschine. Sie dienen zur Stromversorgung, wenn das Flugzeug am Boden steht, oder als Notsystem bei einem Energieverlust in der Luft. Eigentlich kommt der Strom dann von den Triebwerken.

Die bei den Batterien eingesetzte Lithium-Ionen-Technik wird auch in Handys oder Notebooks verwendet, weil sie besonders viel Strom speichern kann. Auch hier hatte es aber immer wieder Brände gegeben.

Airbus hat sich deshalb bei seinem „Dreamliner“-Konkurrenzmodell A350 für herkömmliche Nickel-Cadmium-Akkus entschieden. Mitte diesen Jahres soll der Flieger erstmals abheben. Die erste Auslieferung ist bis Ende 2014 vorgesehen.

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Der erste „Dreamliner“ war im September 2011 an die japanische All Nippon Airways übergeben worden, gut drei Jahre nach dem eigentlichen Zeitplan. Wegen der Vorkommnisse im Januar hatte Boeing die Auslieferung neuer Jets gestoppt.

Nicht zuletzt aus diesem Grund konnte Airbus im ersten Quartal wieder mehr Maschinen an die Kunden übergeben als die Amerikaner. Fluggesellschaften haben weitere 840 der besonders sparsamen Maschinen bestellt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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KFR

20.04.2013, 07:38 Uhr

Leute, die Dünger-Fabricken neben Schulen und Alterheimen betreiben, (...) sollten gar keine Geschäfte in eigener Sachen machen..dürfen !!

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

wanze1958

20.04.2013, 09:06 Uhr

@kfr Was hat die Produktion von Flugzeugen bitte mit der Politik eines Landes zu tun? In Deutschland gibt es uebrigens auch explosionsgefaehrdende Betriebe in der Naehe von Wohngebieten. Das laesst sich leider nicht immer verhindern. Sie sind sicher ein "Gutmensch". Damit passen Sie perfekt in die politische Landschaft von Deutschland.7tASqV

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