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11.06.2015

19:34 Uhr

Boeing

Höhere Flugzeugnachfrage erwartet

Traumhafte Aussichten: Der US-Flugzeughersteller Boeing erhöht seine Prognose für den weltweiten Flugzeugbedarf. Bis 2034 würden 3,5 Prozent mehr Maschinen benötigt, als der Konzern noch letztes Jahr geschätzt hatte.

Der US-Flugzeughersteller Boeing rechnet für die nächsten 20 Jahre mit einem Bedarf von 38.100 neuen Flugzeugen – vor allem für Mittelstrecken-Jets wie Boeings 737. Reuters

Mehr Mittelstrecke, weniger Riesenflieger

Der US-Flugzeughersteller Boeing rechnet für die nächsten 20 Jahre mit einem Bedarf von 38.100 neuen Flugzeugen – vor allem für Mittelstrecken-Jets wie Boeings 737.

ParisBoeing schraubt seine Langzeitprognose für den weltweiten Flugzeugmarkt nach oben. Bis 2034 werde branchenweit mit dem Verkauf von insgesamt knapp 38.100 Passagier- und Transportmaschinen im Wert von 5,6 Billionen Dollar gerechnet, teilte der Airbus -Erzrivale am Donnerstag mit. Diese Vorhersage liegt 3,5 Prozent über der des Vorjahres, als der US-Konzern für die kommenden 20 Jahre einen Bedarf von knapp 36.800 neuen Flugzeugen im Wert von 5,32 Billionen Dollar ausgemacht hatte. Die Luftfahrtbranche wächst derzeit rasant, weil immer mehr Billigfluglinien neue Maschinen bestellen. Auch der Bedarf in den Schwellenländern nimmt deutlich zu, nicht zuletzt durch den boomenden Tourismus in Asien.

Vor allem Mittelstrecken-Jets wie die 737 von Boeing und der A320 von Airbus sind gefragt. Nicht so rosig sieht der US-Konzern dagegen die Zukunftsaussichten für die Riesenflieger A380 und die Boeing-747. Hier schraubte Boeing die Erwartungen erneut zurück und rechnet jetzt nur noch mit der Auslieferung von insgesamt 540 Stück der beiden Modelle in den kommenden zwei Jahrzehnten. Im vergangenen Jahr ging Boeing noch von 640 Maschinen aus. Die Zahlen unterscheiden sich stark von den Airbus-Prognosen: Die Europäer rechneten in ihrer jüngsten Vorhersage von 2014 mit der Auslieferung von zusammen rund 1500 A380 und Boeing 747 in den nächsten 20 Jahren.

Das sind Boeings beste Kunden

Platz 10 – ALC

Die Top Ten der Boeing-Kunden 2013 wird eröffnet vom Leasingunternehmen ALC. Die Firma orderte 52 Maschinen verschiedener Typen: 737, 777 und 787 Dreamliner.

Quelle: Boeing, Bestellungen und Optionen im Jahr 2013

Platz 9 – Gecas

Gecas ist die Flugzeugleasing-Sparte von General Electric (GE) – und gut mit Boeing im Geschäft. 2013 orderte das Unternehmen 54 Flugzeuge. Darunter sind 10 Dreamliner, die restlichen 44 Maschinen verteilen sich auf die 737-Typen.

Platz 8 – Southwest Airlines

Die Mittelstrecke ist das Terrain der US-Airline. Infolgedessen bestellte Southwest 55 Maschinen der 737, darunter hauptsächlich die spritsparende Max-Variante.

Platz 7 – Etihad

Air-Berlin-Retter Etihad griff im November bei Boeing zu und orderte 56 Maschinen. Groß und lang – so lässt sich die Bestellung zusammenfassen: 30 Mal 787-10, 26 Mal 777.

Platz 6 – Tui Travel

Der Tourismuskonzern macht seine Flotte fit. Die Bestellung: 60 Stück der 737-Max und 2 Stück der 787-8.

Platz 4 – Westjet

Der kanadische Billigflieger leistete sich 75 neue Flugzeuge. Auch bei Westjet steht der spritsparende 737-Max hoch im Kurs. 65 Stück davon orderten die Kanadier, dazu kommen 10 Exemplare der 737-800.

Platz 4 – Turkish Airlines

75 US-Maschinen gehen bald in die Türkei: Die Turkish Airlines kaufte groß bei Boeing ein und bestellte 50 spritsparende 737-Max, 20 Stück der „normalen“ 737-800 und 5 Exemplare der 777-300ER.

Platz 3 – Flydubai

Der arabische Billigflieger ist auf dem Vormarsch: Flydubai hat 2013 insgesamt 86 Flugzeuge – 75 Stück der 737-Max und 11 Exemplare der 737-800.

Platz 2 – American Airlines

Die fusionierte „neue American“, die sich aus American Airlines und US Airways gebildet hat, ist zweitgrößter Kunde von Boeing. 143 Maschinen wurden insgesamt bestellt – allein 100 davon sind 737-Max.

Platz 1 – Ryanair

Der irische Billigflieger bestellte auf einen Schlag 175 Stück des Mittelstreckenjets 737-800 bei Boeing.

Von

rtr

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