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02.05.2015

20:40 Uhr

Boeings Dreamliner 787

US-Flugaufsicht warnt vor totalem Stromausfall

Quelle:dpa

Die US-Flugaufsichtsbehörde hat vor einem potenziell gefährlichen Softwareproblem in Boeings 787 Dreamliner gewarnt. Demnach kann unter bestimmten Umständen plötzlich das gesamte Stromsystem der Maschine ausfallen.

Die FAA weist als Konsequenz die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren. AFP

Boeings Dreamliner 787

Die FAA weist als Konsequenz die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren.

WashingtonDie amerikanische Flugaufsichtsbehörde hat offenbar ein schwerwiegendes Problem an Boeings 787 Dreamliner entdeckt. Demnach könne das gesamte Stromsystem der Maschine unvermittelt ausfallen – und das Flugzeug so unkontrollierbar werden.

Nach einer am Freitag veröffentlichten FAA-Flugtauglichkeitsdirektive kann das Problem auftauchen, wenn ein Jet ohne Unterbrechung 248 Tage ununterbrochen an Strom angeschlossen ist. Dann könnten Software-Zähler in den Kontrolleinheiten des Hauptgenerators überlaufen und diese in einen Schutzmodus versetzen. Wenn alle vier Einheiten auf einmal eingeschaltet seien, bestehe somit die Gefahr eines völligen Stromausfalls. Das Problem habe Boeing bei eigenen Labortests festgestellt.

Das sind Boeings beste Kunden

Platz 10 – ALC

Die Top Ten der Boeing-Kunden 2013 wird eröffnet vom Leasingunternehmen ALC. Die Firma orderte 52 Maschinen verschiedener Typen: 737, 777 und 787 Dreamliner.

Quelle: Boeing, Bestellungen und Optionen im Jahr 2013

Platz 9 – Gecas

Gecas ist die Flugzeugleasing-Sparte von General Electric (GE) – und gut mit Boeing im Geschäft. 2013 orderte das Unternehmen 54 Flugzeuge. Darunter sind 10 Dreamliner, die restlichen 44 Maschinen verteilen sich auf die 737-Typen.

Platz 8 – Southwest Airlines

Die Mittelstrecke ist das Terrain der US-Airline. Infolgedessen bestellte Southwest 55 Maschinen der 737, darunter hauptsächlich die spritsparende Max-Variante.

Platz 7 – Etihad

Air-Berlin-Retter Etihad griff im November bei Boeing zu und orderte 56 Maschinen. Groß und lang – so lässt sich die Bestellung zusammenfassen: 30 Mal 787-10, 26 Mal 777.

Platz 6 – Tui Travel

Der Tourismuskonzern macht seine Flotte fit. Die Bestellung: 60 Stück der 737-Max und 2 Stück der 787-8.

Platz 4 – Westjet

Der kanadische Billigflieger leistete sich 75 neue Flugzeuge. Auch bei Westjet steht der spritsparende 737-Max hoch im Kurs. 65 Stück davon orderten die Kanadier, dazu kommen 10 Exemplare der 737-800.

Platz 4 – Turkish Airlines

75 US-Maschinen gehen bald in die Türkei: Die Turkish Airlines kaufte groß bei Boeing ein und bestellte 50 spritsparende 737-Max, 20 Stück der „normalen“ 737-800 und 5 Exemplare der 777-300ER.

Platz 3 – Flydubai

Der arabische Billigflieger ist auf dem Vormarsch: Flydubai hat 2013 insgesamt 86 Flugzeuge – 75 Stück der 737-Max und 11 Exemplare der 737-800.

Platz 2 – American Airlines

Die fusionierte „neue American“, die sich aus American Airlines und US Airways gebildet hat, ist zweitgrößter Kunde von Boeing. 143 Maschinen wurden insgesamt bestellt – allein 100 davon sind 737-Max.

Platz 1 – Ryanair

Der irische Billigflieger bestellte auf einen Schlag 175 Stück des Mittelstreckenjets 737-800 bei Boeing.

Die FAA weist als Konsequenz die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, sind solche Abschaltungen nach Angaben von Boeing aber bereits bei Wartungsarbeiten praktisch gang und gäbe. Der Zeitung zufolge gilt die Direktive für mehr als zwei Dutzend Dreamliner, die von US-Fluggesellschaften eingesetzt werden. Es sei aber zu erwarten, dass sich auch Regulierer im Ausland anschließen. Außerdem werde an einer Behebung des Software-Problems gearbeitet.

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