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21.07.2011

17:54 Uhr

Börsengang

Entscheidung über Zukunft von Hapag-Lloyd vertagt

Wackelige Börsen und die scharfe Konkurrenz in der Schifffahrt sorgen für Zurückhaltung im Kreis der Interessenten für den TUI-Anteil an der Containerrederei Hapag-Lloyd. Der Staatsfonds aus dem Oman ist abgesprungen.

Die Entscheidung über die Zukunft von Hapag-Lloyd zieht sich immer länger hin. Quelle: dapd

Die Entscheidung über die Zukunft von Hapag-Lloyd zieht sich immer länger hin.

FrankfurtDie Entscheidung über die Zukunft von Hapag-Lloyd zieht sich immer länger hin. Wacklige Börsen und die scharfe Konkurrenz in der Schifffahrt sorgen für Zurückhaltung im Kreis der Interessenten für den TUI-Anteil an der Containerrederei, wie mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen am Donnerstag sagten. Zugleich werde dadurch eine Bewertung des Unternehmens für einen Börsengang, der parallel zu den Verkaufsbemühungen verfolgt wird, fast unmöglich. Der im März abgesagte Börsengang könnte nun frühestens im Spätherbst stattfinden, womöglich ziehe sich der Prozess auch bis ins nächste Jahr. „Wir brauchen ein stabileres Umfeld“, sagte einer der Insider.

Eigentlich sollten die Investoren aus dem Oman und China bis Ende Juli Angebote für Teile des TUI-Aktienpakets von 38 Prozent vorlegen. Doch bislang wurde daraus laut Finanzkreisen nichts. „Die Bieter haben es im Moment nicht eilig, weil sie wissen, dass ein Börsengang derzeit ohnehin nicht machbar wäre“, sagte ein mit dem Prozess Vertrauter. Eine Entscheidung werde daher frühestens im Herbst fallen. „Wir sind mit potenziellen Investoren im Gespräch“, sagte ein Sprecher von TUI in Hannover.

Der Staatsfonds aus dem Oman, der großes Interesse an einem Einstieg signalisiert hatte, verfolge die Transaktion nach einem Wechsel des Finanzministers und angesichts innenpolitischer Probleme derzeit gar nicht mehr weiter, sagten mehrere Insider. Dafür sei aus China nun neben dem Logistik- und Luftfahrtkonzern HNA (Hainan Airlines) nun auch der Hapag-Rivale China Shipping Container Lines (CSCL) aufgetreten. Auch aus Singapur gebe es Interesse. Eine CSCL-Sprecherin sagte aber, das Unternehmen habe keine entsprechenden Pläne.

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