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09.08.2012

17:29 Uhr

Bombardier

Bahngeschäft bricht stark ein

Bombardier muss einen deutlichen Rückgang in seiner Bahnsparte verschmerzen. Die Gesamtumsätze des Flugzeug- und Bahnhersteller sind um 12 Prozent gesunken. Doch bei den Flugzeugen sieht die Auftragslage gut aus.

Bombardier baut auch doppelstöckige Waggons für die Deutsche Bahn. dpa

Bombardier baut auch doppelstöckige Waggons für die Deutsche Bahn.

MontrealDer kanadische Bombardier-Konzern leidet unter einer Durststrecke in seinem Bahngeschäft. Weil mehrere Großaufträge abgearbeitet sind und neue Projekte erst langsam anlaufen, brach der Umsatz der Sparte im zweiten Quartal um 28 Prozent ein. Dagegen lief es im Geschäft mit Flugzeugen wieder deutlich besser. Die Zahl der ausgelieferten Jets stieg um Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 56 auf 62 und auch die Neubestellungen legten zu.

Zusammengenommen musste Bombardier noch einen Umsatzschwund von 12 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) hinnehmen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn schrumpfte um 14 Prozent auf unterm Strich 372 Millionen Dollar. Angesichts eines gut gefüllten Auftragsbuchs geht Firmenchef Pierre Beaudoin jedoch davon aus, bis zum Ende des Jahres die Scharte auswetzen zu können. Er rechnet damit, dass Bombardier soviel Umsatz macht wie im Vorjahr.

Bei Zügen und Stadtbahnen ist Bombardier ein Rivale von Siemens. Bei Flugzeugen ist die brasilianische Embraer der Hauptkonkurrent. Die Maschinen der beiden Hersteller sind eine Nummer kleiner als von Airbus und Boeing.

Auch Bombardier profitiert von der Erneuerung der Flotten bei vielen Fluggesellschaften: In den Büchern stehen Bestellungen über 25,2 Milliarden Dollar - ein Plus von 15 Prozent seit Jahresbeginn. Alleine der Geschäftsflugzeug-Betreiber Netjets hatte 100 Challenger-Flieger fest geordert.

Von

dpa

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