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16.02.2017

14:30 Uhr

Bombardier leidet unter Auftragsflaute

Kanadischer Flugzeug- und Zugbauer macht noch mehr Verlust

Der Flugzeug- und Zughersteller Bombardier hat zu wenige Aufträge. Die Kanadier rutschen noch weiter in die Verlustzone. Die Zukunft der sieben Werke in Deutschland ist immer noch ungewiss. Es droht ein Stellenabbau.

Der Verlust beim Flugzeug- und Zughersteller Bombardier bleibt überraschend hoch. „Unser Plan für die Trendwende ist in vollem Gange“, sagte Konzernchef Alain Bellemare. AP

Bombardier

Der Verlust beim Flugzeug- und Zughersteller Bombardier bleibt überraschend hoch. „Unser Plan für die Trendwende ist in vollem Gange“, sagte Konzernchef Alain Bellemare.

DüsseldorfDer Verlust beim Flugzeug- und Zughersteller Bombardier bleibt überraschend hoch. Im vierten Quartal lag das Minus bei 251 Millionen Dollar und fiel damit rund vier Mal höher aus als von Experten erwartet, teilten die Kanadier am Donnerstag mit. Vor Jahresfrist waren es wegen massiver Abschreibungen allerdings noch 679 Millionen Dollar. „Unser Plan für die Trendwende ist in vollem Gange“, sagte Konzernchef Alain Bellemare.

Die kanadische Regierung hatte jüngst einen Kredit zugesagt. Damit sollen die Entwicklung von Flugzeugen der C-Serie sowie des Business-Jets Global 7000 unterstützt werden.

Das Unternehmen leidet unter mauer Auftragslage. Ende Oktober hatte der Konzern mitgeteilt, im Zuge des Sparkurses weltweit 7.500 Arbeitsplätze zu streichen. Auch die sieben Werke in Deutschland sind vom Stellenabbau betroffen. Um die Spezialisierung voranzutreiben, will der Konzern bis Juli ein genaues Konzept vorlegen. Noch ist unklar, wie viele Jobs gefährdet sind.

Erst im Sommer werden die deutschen Beschäftigten Klarheit über die Zukunft ihrer Standorte erhalten. Langfristige Garantien werde es nicht geben, erklärte Deutschlandchef Michael Fohrer kürzlich. Man wolle aber jeden Standort auf den Weg zur Rentabilität bringen. „In den vergangenen fünf Jahren war die deutsche Bilanz leider negativ.“

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Der bisherige Plan des Managements sieht vor, im größten deutschen Standort in Hennigsdorf bei Berlin die Serienfertigung von Zügen einzustellen. Nur Prototypen und Testfahrzeuge sollen dort noch entstehen. „Hennigsdorf beabsichtigen wir als Kompetenzzentrum für die Entwicklung von S- und U-Bahnen sowie Regional- und Fernzügen auszubauen“, kündigte Fohrer an. „Die Serienfertigung soll dann an den Standort Bautzen gehen.“ Dazu spreche Bombardier mit dem Freistaat Sachsen über Fördermittel.

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