Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2005

21:45 Uhr

Boomende Lkw-Nachfrage

Mahle legt kräftig zu

Der Stuttgarter Automobil-Zulieferer Mahle hat 2004 seinen Umsatz kräftig gesteigert. Die Erlöse legten vor allem wegen der boomenden Nachfrage nach Nutzfahrzeugen zu.

HB STUTTGART. Für das laufende Jahr rechnet der weltweit führende Hersteller von Kolben und Motorkomponenten mit einem abgeschwächten Wachstum und höheren Kosten für Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kunststoffe.

Mahle teilte am Dienstag in Stuttgart mit, die internationale Automobilkonjunktur habe sich 2004 dynamisch entwickelt. Vor allem die im Vergleich zu Personenkraftwagen boomende Nachfrage nach mittleren und schweren Lkw habe Mahle zu einem Umsatzplus von 15 % auf mehr als 3,75 Mrd. € verholfen. Gut zwei Drittel des Umsatzzuwachses stammten aus organischem Wachstum, der Rest aus zahlreichen Zukäufen wie einem Kolbenwerk in China oder einem Filteranbieter in Thailand.

„Das operative Ergebnis hat sich dank der guten Auslastung der meisten Werke entsprechend dem gestiegenen Geschäftsvolumen positiv entwickelt“, teilte Mahle mit. Details zur Gewinnentwicklung nannte Mahle nicht. Im Jahr 2003 war das operative Ergebnis von Mahle unter anderen wegen ungünstiger Entwicklung der Wechselkurse gesunken und hatte den Angaben zufolge zwischen 155 und 160 Mill. € gelegen.

Auch im Jahr 2004 belastete die Schwäche des Dollar und anderer Währungen die Unternehmensbilanz. Obwohl Mahle durch eigene Fertigungsstätten in Asien und Südamerika deutlich besser als Wettbewerber abgeschnitten habe, hätten die negativen Währungseffekte einen Teil des in Euro ausgewiesenen Umsatzzuwachses aufgezehrt. Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz im Jahr 2004 um fast 20 % gewachsen, teilte das Unternehmen mit. Als Belastung hätten sich im abgelaufenen Jahr auch der durch die Kunden in der Automobilindustrie verschärfte Preisdruck und gestiegene Rohstoffpreise erwiesen.

In das Jahr 2005 blickt Mahle verhalten optimistisch. „Künftige Risiken liegen außer in der schwer kalkulierbaren weiteren Währungsentwicklung vor allem bei den Rohstoffpreisen“. Längerfristige Lieferverträge für die von Mahle benötigten Rohstoffe seien im Jahr 2004 ausgelaufen und müssten zu den aktuellen Preiskonditionen neu abgeschlossen werden. Es drohten „weitere massive Preisschübe“, prognostizierte das im Jahr 1920 gegründete Unternehmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×