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03.03.2016

15:40 Uhr

Bosch auf Wachstumskurs

Elektrowerkzeuge sorgen für höheren Umsatz

Mit 50 Millionen Elektrowerkzeugen hat Bosch im vergangenen Jahr so viele „Power Tools“ verkauft wie nie zuvor. Die Umsätze in der Sparte stiegen um zehn Prozent – wohl auch wegen der Flüchtlingskrise.

Was braucht man zum Bau von Flüchtlingsunterkünften? Auf jeden Fall Werkzeuge. dpa

Akku-Werkzeuge von Bosch

Was braucht man zum Bau von Flüchtlingsunterkünften? Auf jeden Fall Werkzeuge.

StuttgartOb Kettensägen, Akkuschrauber oder Schlagbohrer: Der Technologiekonzern Bosch macht deutlich bessere Geschäfte mit Elektrowerkzeugen als zuvor. Wegen der guten Konjunktur in Staaten wie Deutschland und den USA und wegen der Euroschwäche sei der Umsatz in dieser Sparte 2015 um 10 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte Bosch am Donnerstag in Stuttgart mit. Erstmals überhaupt verkaufte Bosch mehr als 50 Millionen Elektrowerkzeuge in einem Jahr. Angaben zum Gewinn gab es nicht.

Besonders gut lief es im Heimatmarkt Deutschland, hierzulande verbuchte Bosch im vergangenen Jahr mehr als 600 Millionen Euro Umsatz – ein sattes Plus von 17 Prozent. Ein Grund hier war die Ankunft der Flüchtlinge: Handwerker kauften nach Angaben des Bosch-Managers deutlich mehr Elektrowerkzeuge als zuvor. „Der Zuzug von Flüchtlingen hat sich 2015 positiv für uns ausgewirkt - damit rechnen wir auch 2016“, sagte der Bosch-Spartenchef für Elektrowerkzeuge, Henning von Boxberg.

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Für die Instandsetzung und Modernisierung von Unterkünften bräuchten die Handwerker neue Bohrhämmer, Akkuschrauber, Winkelschleifer oder Sägen, sagt der Manager. „Die Handwerker arbeiten wegen der Flüchtlinge noch mehr, also sind Verschleiß und Nachfrage nach Elektrowerkzeugen höher.“

Die Sparte für Elektrowerkzeuge (Power Tools) hat bei Bosch 20.000 Mitarbeiter, davon etwa ein Sechstel in Deutschland. Die Beschäftigtenzahl sei 2015 konstant geblieben, sagte von Boxberg. Dies werde wohl auch 2016 so bleiben. Für dieses Jahr rechnet der Bosch-Spartenchef wieder mit Wachstum. Die ersten beiden Monate dieses Jahres seien sehr vielversprechend verlaufen.

Von

dpa

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