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28.03.2017

11:58 Uhr

Bosch, Metabo und Co.

Werkzeug-Hersteller profitieren vom Bauboom

Die Wirtschaftslage ist gut und die Nachfrage nach Immobilien hoch. Das hilft auch den deutschen Werkzeugbauern wie Bosch oder Metabo. Im vergangenen Jahr legten die Umsätze auf 800 Millionen Euro zu.

Akku-Werkzeuge liefen im vergangenen Jahr sehr gut, bei kabelgebundenen Geräten war das Plus schwächer. dpa

Werkzeuge von Bosch

Akku-Werkzeuge liefen im vergangenen Jahr sehr gut, bei kabelgebundenen Geräten war das Plus schwächer.

Leinfelden-EchterdingenDank des Baubooms und der guten Konjunktur haben die Werkzeughersteller in Deutschland deutlich bessere Geschäfte gemacht. Bosch wuchs etwa im vergangenen Jahr in seiner Werkzeug-Sparte global um vier Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, wie die Firma am Dienstag in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Beim Wettbewerber Metabo stand nach Firmenangaben ebenfalls ein Plus von rund vier Prozent auf 423 Millionen Euro. Während Bosch Amateur- und Profigeräte anbietet, hat sich Metabo auf Werkzeuge für Profis und ambitionierte Heimwerker spezialisiert.

Laut dem Fachverband Elektrowerkzeuge ist 2016 der Umsatz mit Werkzeugen hierzulande auf rund 800 Millionen Euro gestiegen – ein Plus von sieben Prozent gemessen am Vorjahr. Grund sei die gute Wirtschaftslage und die lebhafte Baukonjunktur, sagte Geschäftsführer Christian Eckert. Beim Erlös geht es um Profi-Werkzeuge vor allem für Handwerker; Amateurgeräte sind darin nicht enthalten. Akku-Werkzeuge liefen sehr gut, bei kabelgebundenen Geräten war das Plus schwächer.

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Auch Metabo-Chef Horst Garbrecht nannte die „gute Nachfrage im Bau- und Renovierungs-Bereich“ als einen Grund für die besseren Geschäfte. „Auch angesichts des harten Wettbewerbs und der schwierigen Situation auf vielen Übersee-Märkten war 2016 ein hervorragendes Jahr“, so der Manager. Zahlen zum Gewinn machten weder Bosch noch Metabo. Währungseffekte belasteten beide Firmen, in lokalen Währungen stiegen die Erlöse um gut sechs Prozent (Metabo) und sieben Prozent (Bosch).

Europa erwies sich als Wachstumstreiber mit einem Plus von etwa neun Prozent bei beiden Firmen. Schwächer lief es hingegen in China, Bosch musste dort beim Umsatz wegen der konjunkturellen Abkühlung gar ein Minus von sechs Prozent hinnehmen. Ebenso hoch war das Minus in Brasilien. In Indien gab es für Bosch hingegen ein zweistelliges Prozentplus (10 Prozent).

In solchen Schwellenländern will der schwäbische Konzern sein Geschäft künftig deutlich ausbauen. Dort bietet Bosch besonders robuste Elektrowerkzeuge an, die keine „Komfort-Features“ wie Vibrationsdämpfung oder LED-Licht haben. Die Preise sind dafür deutlich niedriger als in Europa.

Von

dpa

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