Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.07.2015

14:42 Uhr

Bosch Thermotechnik

Wachstumsschub durch Groß-Kühlanlagen

Bosch möchte seine Heizungssparte stärker in Richtung Firmenkunden ausrichten – und den Umsatz mit Großanlagen auf mehr als eine Milliarde Euro steigern. Dabei helfen soll ein Joint Venture mit einer chinesischen Firma.

Zuletzt lag der Umsatz mit Firmenkunden bei etwa 600 Millionen Euro. dpa

Bosch

Zuletzt lag der Umsatz mit Firmenkunden bei etwa 600 Millionen Euro.

Stuttgart/WetzlarDie Heizungssparte von Bosch setzt verstärkt auf Großanlagen für gewerbliche und Industrie-Kunden. Der Umsatz mit Firmenkunden soll von zuletzt etwa 600 Millionen Euro auf 1 bis 1,5 Milliarden Euro steigen, sagte der Chef von Bosch Thermotechnik, Uwe Glock, am Freitag in Stuttgart, ohne einen Zeitrahmen zu nennen. Bislang macht Bosch 80 Prozent seines Umsatzes mit Geräten für Wohnhäuser wie Heizungen, Klimaanlagen und Warmwasserkessel.

2014 hatten die Erlöse der Bosch-Sparte auf Vorjahresniveau bei 3,1 Milliarden Euro gelegen, Angaben zum Gewinn macht die Sparte nicht. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres habe die Sparte schon um sieben Prozent zugelegt. Das peilt Glock für das gesamte Jahr an.

Beschäftigte wehren sich gegen Abspaltungen: Kein „Heavy Metal“ mehr bei Bosch

Beschäftigte wehren sich gegen Abspaltungen

Kein „Heavy Metal“ mehr bei Bosch

Bosch trennt sich immer häufiger von wenig rentablen Sparten. Tabus gibt es keine mehr, selbst bei einstigen Herzstücken des Stiftungskonzerns – wie den „Anlassern“, die auf 100 Jahre Firmengeschichte zurückblicken.

Helfen soll in Zukunft ein im März gegründetes Joint Venture für Kühlanlagen mit der chinesischen Firma Midea. Außerdem wolle Bosch Thermotechnik weiter zukaufen und das Angebot erweitern. Im Bereich Kältetechnik gebe es sowohl in Europa als auch in Asien noch Expansionsmöglichkeiten. Das Geschäft mit Klimaanlagen für gewerbliche Kunden soll von 150 Millionen Euro auf 500 bis 600 Millionen Euro wachsen. Für das klassische Heizungsgeschäft, zu dem unter anderem die Marke Buderus oder Junkers gehören, hat Bosch gerade erst ein neues Werk in Russland gebaut. Insgesamt beschäftigt die Sparte dort gut 550 Mitarbeiter im Vertrieb und an drei Werken. Die Nachfrage sei trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage gut.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×