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23.12.2013

15:51 Uhr

Bosch und Continental

Südkorea verteilt Bußgeld an Autozulieferer

Südkorea brummt den Sparten von Bosch, Continental und Denso ein ordentliches Bußgeld auf. Die Automobilzulieferer sollen sich bei einem Verkauf an Hyunda über den Preis abgesprochen haben.

Die Strafe für die drei Unternehmen Bosch, Continental und Denso soll sich insgesamt auf 79 Millionen Euro belaufen. dpa

Die Strafe für die drei Unternehmen Bosch, Continental und Denso soll sich insgesamt auf 79 Millionen Euro belaufen.

SeoulSüdkoreas Wettbewerbshüter haben gegen Töchter der Autozulieferer Bosch und Continental wegen des Vorwurfs der Preisabsprache ein Bußgeld in Millionenhöhe verhängt. Betroffen sind auch zwei Südkorea-Einheiten des japanischen Zulieferers Denso. Die Strafe belaufe sich auf insgesamt 114,6 Milliarden Won (79 Millionen Euro), teilte die Handelskommission (FTC) am Montag mit.

Die Sparten der drei Unternehmen sollen untereinander die Preise von Teilen abgesprochen haben, die sie an die südkoreanischen Autobauer Hyundai und Kia verkauft hätten. Denso soll 63 Milliarden, Continental 46 Milliarden und Bosch Electrical Drives 5,6 Milliarden Won zahlen.

Ein Sprecher von Bosch in Stuttgart bestätigte, das Unternehmen habe eine Strafe von umgerechnet rund 3,8 Millionen Euro aufgebrummt bekommen. Man werde im kommenden Jahr prüfen, gegebenenfalls Rechtsmittel einzulegen.

Bosch im Überblick (Kennzahlen 2012/13)

Gesamtumsatz 2012/13

46 Milliarden Euro

Umsatz nach Bereichen

Kraftfahrzeugtechnik: 30,6 Milliarden Euro
Industrietechnik: 6,8 Milliarden Euro
Gebrauchsgüter: 4,1 Milliarden Euro
Energie- und Gebäudetechnik: 4,6 Milliarden Euro

Umsätze nach Regionen

Europa: 25,5 Milliarden Euro (Deutschland: 10,6 Milliarden Euro)
Nordamerika: 7,8 Milliarden Euro
Südamerika: 1,7 Milliarden Euro
Asien-Pazifik (einschließlich aller übrigen Regionen): 11,1 Milliarden Euro

Forschungsausgaben

etwa 4,5 Milliarden Euro

Mitarbeiter (31.12.2013)

281.381

Auch Continental bestätigte die Strafe gegen die Tochter Continental Automotive Electronics LLC. Die Entscheidung der FTC beziehe sich „auf zurückliegende Praktiken von Einzelnen, die gegen Continentals Verhaltensregeln sowie Werte und Überzeugungen verstoßen“ hätten, sagte ein Sprecherin in Hannover.

Südkorea arbeite mit den Behörden in den USA und Europa zusammen, um gegen Preisabsprachen unter Autozulieferern vorzugehen, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen FTC-Vertreter. Denso soll mit Continental die Preise bei Messanzeigern und mit Bosch bei Scheibenwischern abgesprochen haben.

Von

dpa

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