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01.12.2016

20:19 Uhr

BP

Erste Großinvestition im Golf von Mexiko seit Ölkatastrophe

Sechs Jahre nach der Ölkatastrophe auf einer Bohrinsel will BP erneut eine Plattform im Golf von Mexiko bauen. Bei der Explosion 2010 kamen elf Arbeiter ums Leben, die folgende Ölpest schädigte die Natur massiv.

Das Unternehmen will im Gegensatz zu vielen anderen Energiekonzernen weiter in Bohrungen vor den Küsten investieren. dpa

BP-Zapfpistole

Das Unternehmen will im Gegensatz zu vielen anderen Energiekonzernen weiter in Bohrungen vor den Küsten investieren.

LondonSechs Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wagt BP in der Region neue Großinvestitionen. Der britische Energiekonzern genehmigte neun Milliarden Dollar für die erste neue Plattform in den Gewässern seit der Explosion ihrer Bohrinsel „Deepwater Horizon“. Die erwarteten Kosten für das Projekt „Mad Dog“ hätten im Vorfeld mehr als halbiert werden können, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Konzernchef Bob Dudley erklärte, Tiefseeförderung könne trotz der vergleichsweise niedrigen Ölpreise durchaus wirtschaftlich betrieben werden. Viele Energiekonzerne haben ihre Investitionen unter dem Druck des Preisverfalls zusammengestrichen und wegen der immer günstiger werdenden Schiefergasproduktion vor allem von Bohrungen vor den Küsten Abstand genommen.

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Mehr als 2000 Kilometer US-Küste wurden verschmutzt, nachdem die Ölplattform „Deepwater Horizon“ im April explodiert war – und BP sich nicht in der Lage sah, das Leck zu stopfen. Nun kommt die Endabrechnung.

Bei der Explosion der „Deepwater Horizon“ kamen im April 2010 elf Arbeiter ums Leben. Die anschließende Ölpest hinterließ schwere Schäden in der Natur sowie für Fischerei und Tourismus. BP musste Milliardenstrafen zahlen.

Von

rtr

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