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09.10.2012

07:27 Uhr

BP-Joint-Venture

Hin und Her um TNK-BP geht weiter

Die Zukunft des Joint-Venture von BP und dem Oligarchen-Konsortium AAR bleibt weiter ungewiss. Die Oligarchen überlegen, auch ihre Unternehmenshälfte zu verkaufen, sollte Rivale Rosneft die BP-Hälfte übernehmen.

Nach einem Konflikt mit dem Oligarchen-Konsortium AAR will sich BP aus dem gemeinsamen Joint-Venture TNK-BP zurückziehen. dapd

Nach einem Konflikt mit dem Oligarchen-Konsortium AAR will sich BP aus dem gemeinsamen Joint-Venture TNK-BP zurückziehen.

LondonDas Hin und Her um den drittgrößten russischen Ölkonzern TNK-BP nimmt kein Ende. Das Oligarchen-Konsortium AAR erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, seinen 50-prozentigen Anteil an dem Unternehmen zu verkaufen oder an die Börse zu bringen.

Wie die „Financial Times" am Dienstag aus dem AAR-Umfeld berichtete, wollen sich die Oligarchen alle Optionen offenhalten, sollte der staatlich kontrollierte Rivale Rosneft den ebenfalls zum Verkauf stehenden Rest des Konzerns kaufen. TNK-BP gehört derzeit je zur Hälfte den Oligarchen und dem britischen Öl-Multi BP.

Der BP-Konzern hat seine Hälfte an TNK-BP zum Verkauf gestellt, weil er sich mit AAR überworfen hat. Rosneft hat Interesse angemeldet und strickt Kreisen zufolge an einer Finanzierung für die Übernahme. Das Konsortium aus den vier russischen Milliardären hat Kreisen zufolge ebenfalls Interesse am Kauf des BP-Anteils.

In dem Streit zwischen BP und AAR geht es um lukrative Förderquellen in der Arktis, wo Experten ein Fünftel der weltweit noch unentdeckten Ölvorkommen vermuten. BP wollte bei der Erschließung von Feldern in der Region mit Rosneft zusammenarbeiten. AAR jedoch bestand darauf, dass nicht BP selbst, sondern TNK-BP dort mit Rosneft Öl fördert.

Von

rtr

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