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19.01.2012

15:36 Uhr

Brasilien-Abenteuer

ThyssenKrupp könnte die Reißleine ziehen

Der Stahlkonzern reagiert auf anhaltende Probleme mit den neuen Werken in Brasilien und den USA. Laut eines Medienberichtes prüft ThyssenKrupp den Verkauf des brasilianischen Werkes - die Aktie legt zu.

Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG. dapd

Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG.

DüsseldorfThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger erwägt nach einem Magazinbericht einen Verkauf der neuen Stahlwerke des Konzerns in Brasilien und den USA. Hiesinger prüfe vor allem die Trennung von dem brasilianischen Werk, berichtete das „manager-magazin“ am Donnerstag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe. Ein Rückzug könne noch in diesem Jahr erfolgen. Auch Arbeitnehmervertreter hätten sich bereits für diesen Schritt ausgesprochen. Als möglichen Käufer nannte das Blatt den brasilianischen Vale-Konzern. Die ThyssenKrupp-Aktie reagierte mit Kursgewinnen. Von ThyssenKrupp war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Kosten für das Werk in Brasilien waren von ursprünglich geplanten 1,3 Milliarden Euro auf über fünf Milliarden Euro explodiert. ThyssenKrupp hatte am Ende des Geschäftsjahres 2010/11 rund 2,9 Milliarden Euro abschreiben müssen - vor allem wegen Problemen mit den neuen Werken in den USA und Brasilien. Der Konzern hat für den Freitag zur Hauptversammlung eingeladen.

 

Von

rtr

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