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01.12.2011

11:52 Uhr

Brauer geht an SAB Miller

Foster’s-Aktionäre stimmen für Übernahme

Der Bierbrauer Foster’s wird für knapp acht Milliarden Euro vom britischen Konkurrenten SAB Miller übernommen. Die Aktionäre haben zugestimmt. Das australische Kultbier wird aber weiterhin in Australien gebraut.

Foster's wird von SAB Miller übernommen. Reuters

Foster's wird von SAB Miller übernommen.

SidneyDie Aktionäre des australischen Bierbrauers Foster’s haben fast durchweg für eine Übernahme durch den britischen Konkurrenten SAB Miller gestimmt. 99,1 Prozent der Anteilseigner votierten am Donnerstag für den Verkauf. Sie bekommen 5,40 Australische Dollar pro Anteilsschein, Foster’s wird damit mit umgerechnet 7,96 Milliarden Euro bewertet.

Der Verwaltungsratspräsident David Crawford sprach von einem "historischen Tag" für die australische Traditionsbrauerei und betonte, das Bier werde auch weiterhin in Australien gebraut werden. Am Freitag entscheidet das Oberste Gericht im Bundesstaat Victoria abschließend über den Verkauf. Das Management von Foster’s hatte das Angebot von SAB Miller zunächst abgelehnt, dann aber doch akzeptiert. Die Kartellbehörden und die Regierung stimmten der Übernahme bereits zu.

Eine der größten Übernahmen auf dem internationalen Biermarkt ist damit praktisch perfekt. SAB Miller ist einer der größten Bierbrauer der Welt und auf allen Kontinenten aktiv. Pilsner Urquell und Grolsch gehören zum Portfolio des Konzern. Foster’s braut in Australien unter anderem die Traditionsbiere VB (Victoria Bitter) und Crown Lager. Außerdem hat die Brauerei Rechte an Stella Artois, Corona und Asahi.

Foster’s hatte sich noch in der ersten Jahreshälfte heftig gegen die Übernahme durch die in Johannesburg und London gelistete SAB Miller gewehrt. Die Melbourner Gruppe hatte zuvor das verlustreiche Weingeschäft separat an die australische Börse gebracht. Im August meldete die Foster’s Gruppe schließlich einen Rückgang des Halbjahresgewinns von neun Prozent auf 494,9 Millionen australische Dollar. Um sechs Prozent schwächere Bierverkäufe hatten wesentlich auf das Geschäft gedrückt.

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