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16.04.2014

13:46 Uhr

Britischer Konsumgüterkonzern

Reckitt will sich von Pharmasparte trennen

Generika sind eine immer stärkere Konkurrenz, die Umsätze brechen um elf Prozent ein: Der britische Konsumgüterhersteller Reckitt plant, seine Pharma-Abteilung auszugliedern. Doch es gibt noch Alternativen.

Zur Debatte stehen auch ein Verkauf der Pharmasparte und ein Verbleib im Konzern Reckitt Benckiser. dpa

Zur Debatte stehen auch ein Verkauf der Pharmasparte und ein Verbleib im Konzern Reckitt Benckiser.

LondonDer britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser wird sich wohl von seiner schrumpfenden Pharmasparte trennen. Nach einer mehrmonatigen Prüfung teilte der Henkel- und Beiersdorf-Konkurrent am Mittwoch mit, am wahrscheinlichsten sei eine Ausgliederung des Geschäfts über einen Börsengang. Der im Oktober begonnene Klärungsprozess sei auf gutem Wege. Damals war der Wert der Sparte auf zwei Milliarden Pfund geschätzt worden. Zur Debatte stehen auch ein Verkauf und ein Verbleib im Konzern.

Das Pharmageschäft, zu dem insbesondere das Heroin-Ersatzmittel Suboxone gehört, leidet unter der verschärften Konkurrenz durch günstige Nachahmerprodukte (Generika). Im abgelaufenen Quartal brachen die Umsätze um elf Prozent ein. Einen Zuwachs in dieser Höhe erzielte dagegen das expandierende Gesundheitsgeschäft, das etwa Nurofen-Schmerztabletten, das Allergiemittel Mucinex sowie Airborne-Nahrungsergänzungsmittel anbietet.

Ob Reckitt sich hier mit den zum Verkauf stehenden rezeptfreien Arzneien des US-Pharmariesen Merck & Co verstärken will, ließen die Briten offen. Als Interessenten für den milliardenschweren Merck-Bereich gelten auch Bayer und Novartis.

Weniger stark fiel das Wachstum in den Bereichen Hygiene und Hauspflege aus. Weil die Grippewelle kleiner gewesen sei als vor einem Jahr, hätten die Kunden im ersten Vierteljahr weniger von den Desinfektionsmitteln Lysol und Dettol gekauft, erläuterte das Management. Im Konzern wuchsen die Erlöse auf vergleichbarer Basis um vier Prozent und damit etwas stärker als von Branchenexperten erwartet. Fürs Gesamtjahr sagt Reckitt weiter ein Plus von vier bis fünf Prozent voraus.

Von

rtr

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