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03.02.2014

18:33 Uhr

Brustkrebs-Medikament

Palbociclib beflügelt Pharma-Riese Pfizer

Gute Nachrichten für den amerikanischen Pharma-Riesen Pfizer: Palbociclib, ein neues Medikament gegen Brustkrebs, könnte schon bald zugelassen werden. Analysten rechnen mit jährlichen Umsätzen in Milliarden-Höhe.

Der Pharma-Riese Pfizer könnte schon bald ein viel beachtetes Medikament gegen Brustkrebs auf den Markt bringen. dpa

Der Pharma-Riese Pfizer könnte schon bald ein viel beachtetes Medikament gegen Brustkrebs auf den Markt bringen.

BangaloreDer amerikanische Pharma-Riese Pfizer hat mit einem vielbeachteten neuen Medikament gegen Brustkrebs einen großen Schritt Richtung Zulassung gemacht. In einer klinischen Studie verzögerte eine Behandlung mit dem Mittel Palbociclib das weitere Fortschreiten der Krankheit, wie Pfizer am Montag mitteilte. Damit schaffte das Präparat das vorrangige Studienziel. Palbociclib ist einer der größten Hoffungsträger des New Yorker Konzerns. Analysten trauen der Arznei Umsätze von mehr als fünf Milliarden Dollar im Jahr zu. Die Pfizer-Aktie zog um 3,8 Prozent an.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte dem Mittel im April schon den besonderen Status „Breakthrough Therapy“ zugesprochen. Diese Auszeichnung erhalten nur solche Medikamente, denen die Behörde das Potenzial für einen erheblichen Behandlungsfortschritt zubilligt und die daher den Patienten möglichst rasch zugänglich gemacht werden sollen.

Pfizers wichtigste Medikamente

Platz 10

Premarin Family - Umsatz: 1,07 Milliarden Dollar

Das Östrogen-Medikament wird unter anderem bei der Brustkrebs- und Prostatakrebs-Behandlung eingesetzt.

Platz 9

Sutent - Umsatz: 1,23 Milliarden Dollar

Das Mittel wird bei der Krebstherapie eingesetzt und soll die Bildung von Metastasen verhindern.

Platz 8

Zyvox - Umsatz: 1,34 Milliarden Dollar

Das Antibiotikum wird in Europa unter dem Namen Zyvoxid verkauft und bei bakteriellen Infektionen eingesetzt.

Platz 7

Norvasc - Umsatz: 1,35 Milliarden Dollar

Das Medikament soll Bluthochdruck verhindern und wird besonders Herzpatienten verschrieben.

Platz 6

Viagra - Umsatz: 2,05 Milliarden Dollar

Die Wirkung der kleinen blauen Pillen dürften weltweit bekannt sein. Das Mittel gegen Erektionsstörungen sorgt vor allem bei Überdosierung für Probleme.

Platz 5

Celebrex - Umsatz: 2,71 Milliarden Dollar

Bei Gelenkerkrankungen wie Arthritis soll dieses Medikament Schmerzen, Entzündungen und Fieber entgegenwirken.

Platz 4

Prevnar 13/ Prevenar 13 - Umsatz: 3,72 Milliarden Dollar

Mit diesem Impfstoff werden Patienten vor bakteriellen Erkrankungen wie Lungenentzündung und Hirnhautentzündung geschützt.

Platz 3

Enbrel - Umsatz: 3,74 Milliarden Dollar

Bei rheumatischen Erkrankungen soll das gentechnologisch hergestellte Protein helfen, Entzündungen vorzubeugen.

Platz 2

Lipitor - Umsatz: 3,95 Milliarden Dollar

Das Medikament senkt den Cholesterinspiegel und ist damit einer der Umsatztreiber der Schweizer. In Deutschland wird der Wirkstoff auch unter den Namen Sortis und Atorvalan vertrieben.

Platz 1

Lyrica - Umsatz: 4,16 Milliarden Dollar

Das umsatzsstärkste Medikament der Schweizer löst Krämpfe, wie beispielsweise bei Epilepsien und Angstsstörungen. Besonders bei der Diabetes wird der Wirkstoff eingesetzt.

In der Studie testete Pfizer das Mittel bei Frauen nach der Menopause in Kombination mit einer weiteren Arznei. Die Vergleichsgruppe erhielt nur das zweite Medikament, eine Hormontherapie. Der Test war eine Studie der Phase II. Jedes neue Präparat muss vor der Zulassung erst drei Phasen klinischer Überprüfungen am Menschen bestehen.

Der Pfizer-Wirkstoff Palbociclib blockiert zwei Enzyme, die beim Wachstum von Tumorzellen eine wichtige Rolle spielen. An ähnlichen Medikamenten arbeiten momentan auch der Schweizer Konzern Novartis und der US-Rivale Eli Lilly. Brustkrebs ist der häufigste börsartige Tumor bei Frauen. Im Jahr 2011 starben laut Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit mehr als 500.000 Frauen daran.

Von

rtr

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