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10.05.2012

18:31 Uhr

BSN Medical

Verkaufsprozess kommt langsam in Gang

Investoren warfen erste Gebote für den milliardenschweren Verbandmaterialhersteller BSN Medical in den Ring. Doch die Verhandlungen können sich noch lange hinziehen - erst im Sommer rechnen Insider mit einem Abschluss.

BSN Medical stellt Verbandsmaterial und Kompressen her. dpa

BSN Medical stellt Verbandsmaterial und Kompressen her.

FrankfurtDer milliardenschwere Verkauf des Hamburger Verbandmaterial- und Kompressen-Herstellers BSN Medical kommt allmählich in Gang. Am Donnerstag waren die ersten Gebote für BSN Medical fällig, wie es in Verhandlungskreisen hieß. Unter anderem hätten die Finanzinvestoren EQT und Permira sowie ein Duo aus CVC und BC Partners den Hut in den Ring geworfen, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die BSN-Konkurrenten Kimberly-Clark und ConvaTec böten mit. Die unverbindlichen Offerten reichten von 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro, der Eigner des „Leukoplast"-Herstellers, der Finanzinvestor Montagu, stelle sich aber 1,9 bis 2,0 Milliarden Euro vor.

Der Verkaufsprozess dürfte sich aber noch bis in den Sommer hinziehen. „Das wird nicht allzu schnell über die Bühne gehen", sagte einer der Insider. Für Montagu ist es bereits der dritte Anlauf, das Unternehmen loszuschlagen. Der Investor hatte 2005 mehr als eine Milliarde Euro für das ehemalige Gemeinschaftsunternehmen von Beiersdorf und Smith & Nephew bezahlt.

Einen ersten vergeblichen Anlauf hatte es schon 2008 gegeben, ein Börsengang war 2010 gescheitert. Die bekannte Pflaster-Marke „Hansaplast" nutzen BSN und Beiersdorf gemeinsam: ersterer für Klinikpackungen, letzterer für den Einzelhandel. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete BSN Medical einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 175 Millionen Euro.

Die genannten Bieter und BSN Medical wollten sich nicht äußern. Organisiert wird der Verkauf von den Investmentbanken Goldman Sachs und HSBC.

Von

rtr

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