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10.06.2011

16:42 Uhr

Budapest

Hochtief kann Anteil an Flughafen aufstocken

Die ungarische Regierung will ihre Anteile am Budapester Flughafen an Hochtief verkaufen. Momentan gehören dem Baukonzern 37, 25 Prozent des Flughafens. Das Unternehmen stellt gerade seine Flughafensparte zum Verkauf.

Der Essener Hochtief-Konzern trennt sich gerade von seiner Flughafensparte. Quelle: dapd

Der Essener Hochtief-Konzern trennt sich gerade von seiner Flughafensparte.

Budapest/DüsseldorfDer deutsche Baukonzern Hochtief kann seinen Anteil am Flughafen Budapest ausbauen. Die ungarische Regierung will ihre verbliebenen Minderheitsbeteiligung an dem Airport an ein von Hochtief geführtes Konsortium verkaufen, teilte sie am Freitag mit. Die Anteilsaufstockung fällt in den Verkaufsprozess für die Flughafensparte von Hochtief, von der sich der Konzern trennen will. Dies dürfte auch Auswirkungen auf die Preisvorstellungen von Hochtief haben.

Die ungarische Regierung hatte beim Verkauf des Flughafens eine Option ausgehandelt, die es ihr erlaubt, den verbliebenen Anteil von 25 Prozent plus einer Aktie zu verkaufen. Dies solle nun bis zum 18. Juni geschehen, erklärte das zuständige Ministerium in Budapest. „Mit der gefällten Entscheidung seitens der ungarischen Regierung herrscht nun Klarheit“, erklärte ein Hochtief-Sprecher.

Der Essener Konzern hält derzeit 37,25 Prozent an dem Flughafen der ungarischen Hauptstadt. Die übrigen Anteile sind in dem Konsortium verteilt, das unter anderem die kanadische Caisse de dépôt et placement du Québec und Goldman Sachs Infrastructure Partners umfasst. Nach dem Verkauf durch die ungarische Regierung wird sich der Hochtief-Anteil dann auf rund 49,6 Prozent belaufen.

Der Essener Konzern hat seine Flughafen-Beteiligungen zum Verkauf gestellt. Neben Budapest umfassen diese auch die Airports in Tirana, Athen, Hamburg, Düsseldorf und Sydney. Sie sollen entweder an die Börse gebracht oder direkt verkauft werden. Finanzkreisen zufolge ist ein Verkauf an Investoren die wahrscheinlichste Variante. Ein Auge auf die Flughafen- Beteiligungen hat unter anderem der französische Vinci- Konzern geworfen.

 

Von

rtr

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