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03.03.2011

11:04 Uhr

Build Your Dreams

Das E-Auto des Batterieriesen stottert

VonTino Andresen, Florian Brückner

Der chinesische Batteriehersteller BYD fordert mit seinen Elektroautos die alte Autowelt heraus. Den Sprung nach Genf haben die Chinesen geschafft - doch es hakt noch.

Sportmodell S6DM von BYD: Das Unternehmen steht für die Technik der Zukunft. Quelle: dapd

Sportmodell S6DM von BYD: Das Unternehmen steht für die Technik der Zukunft.

GenfVor der voluminösen Kulisse von Mercedes-Benz geht der kleine weiße Messestand mit den grünen Bambuspflanzen und den niedrigen Wänden fast unter. Dabei sollen die drei roten Buchstaben, die sich über den weitgehend leeren Stand erheben, für Aufbruch, oder besser noch fürs Ankommen stehen. Build Your Dreams („Verwirkliche Deine Träume“/BYD) hat es nach Genf geschafft, und damit Chinas wohl prominentester und meistbeachteter Autohersteller. Bei der Autoshow in Paris, nur wenige Monate zuvor, hatten die Chinesen noch mit Abwesenheit geglänzt. 

Zweifellos gibt es in China, dem angesichts seiner steilen Wachstumsraten begehrtesten Automarkt der Welt, noch größere Autobauer als BYD. Aber anders als mancher heimischer Wettbewerber steht Build Your Dreams für die Technik der Zukunft: nämlich den Elektroantrieb. Nicht ohne Grund. Das an der Hong Konger Börse gelistete Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von wieder aufladbaren Batterien und hält damit genau die Technologie in Händen, auf die bei der Elektrifizierung des Automobils alles ankommt. 

Eigentlich müssten sich die Messebesucher also um die silbernen Autos der Chinesen scharen, aber das ist nicht der Fall. Bei Kia ist viel los, bei Mercedes sowieso – überall, nur nicht bei Build Your Dreams. BYD, die drei Buchstaben, die spätestens nach dem spektakulären Einstieg der Investorenlegende Warren Buffett mit knapp zehn Prozent vor Monaten die Autolandschaft in ehrfürchtiges Erschauern versetzte, haben etwas von ihrem Glanz verloren. 

Dafür gibt es Gründe: Seit fünf Monaten sollte Build Your Dreams eigentlich in den Vereinigten Staaten reine Elektroautos verkaufen. Und in diesem Jahr sollte dann der Markstart in Europa erfolgen – wenn es dem Unternehmen denn gelungen wäre, seine Ursprungspläne umzusetzen. Doch die Träume lassen sich nicht so schnell verwirklichen, wie angekündigt. 

Selbst in China verkauft das Unternehmen, das einst als Batteriehersteller begann, seine Elektroautos vor allem an Flottenkunden und Behörden, wie BYD-Exportchef Henry Li im Gespräch mit Handelsblatt.com einräumt. Nur in fünf Städten, in denen es spezielle Subventionen teils in fast halber Höhe des Verkaufspreises gibt, richtet sich BYD an Privatkunden. 

Kommentare (1)

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Adenauer

03.03.2011, 12:39 Uhr

BYD, erstklassiges Marketing und Markterschliessung!!
Man muß sich darüber im klaren sein, dass sie in erster Linie Batterien verkaufen wollen. Mit dem E6 zwingen Sie die westlichen Hersteller und Lobbys zum ungeliebten E-Auto. Bisher wurde dieses mit aller Macht verhindert. Sony Movie: "Who killed the electric car.". GM könnte den EV 1 und Nachfolger heute in riesigen Serien verkaufen und wären nie Pleite gegangen, wenn nicht die Erdöllobby interveniert hätte.

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