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29.01.2004

10:14 Uhr

Bundeskanzler Schröder schaltet sich in Übernahmestreit der Pharmakonzerne ein

Aventis verlangt mehr Geld von Sanofi

Für den Pharmakonzern Aventis wäre das Übernahmeangebot seines französischen Konkurrenten Sanofi-Synthelabo bei einer Erhöhung um 40 oder 50 Prozent interessant. Das sagte Aventis-Chef Igor Landau am Donnerstag dem Rundfunksender Europe1. Aventis verfüge über Mittel, um die Übernahme durch Sanofi scheitern zu lassen, betonte er. Ein Gegenangebot für Sanofi sei dabei keine bevorzugte Möglichkeit.

shf/cn/huh/mp FRANKFURT/M. Aventis will sich mit allen Mitteln gegen eine Übernahme durch Sanofi-Synthélabo wehren. Der Aventis-Aufsichtsrat wies die Offerte des Konkurrenten gestern nach einer außerordentlichen Sitzung einstimmig zurück. Aventis-Chef Igor Landau schwor die Mitarbeiter auf einen „langen und harten Kampf“ ein. Die Auseinandersetzung zwischen Sanofi und Aventis beschäftigt mittlerweile auch höchste Regierungskreise. Bundeskanzler Gerhard Schröder lässt prüfen, welchen Einfluss die französische Regierung auf die geplante Fusion genommen haben könnte. In Paris hieß es, ein offener Streit über die Fusion könnte die deutsch-französischen Beziehungen belasten.

Aus dem Aventis-Aufsichtsrat hieß es, Ziel sei es, die Selbstständigkeit des Unternehmens zu erhalten. Das Gremium beschloss nach Informationen aus Unternehmenskreisen eine Reihe von Initiativen, um die Werthaltigkeit des Konzerns an den Finanzmärkten und in der Öffentlichkeit besser deutlich zu machen. Gleichzeitig werde man sich aktiv um einen passenderen Partner, einen „weißen Ritter“, bemühen. Konkrete Namen wurden in der Sitzung allerdings nicht diskutiert. Unternehmenschef Landau sagte den Mitarbeitern, Aventis verfüge über alle Voraussetzungen, um die Zukunft selbst zu gestalten. Die Aussichten für die Mitarbeiter seien in einem eigenständigen Unternehmen besser.

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