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07.11.2015

03:49 Uhr

Bundesverkehrsminister

Dieselfahrzeuge anderer Hersteller werden überprüft

Als Konsequenz aus der VW-Affäre wird nun laut Bundesverkehrsminister Dobrindt umfangreicher kontrolliert. Das betreffe auch ausländische Autobauer. Dobrindt kündigte zudem für die Zukunft strengere Abgastests an.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kündigt strengere Abgastests an. dpa

Dobrindt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kündigt strengere Abgastests an.

BerlinIn der Affäre um falsche Abgaswerte und Verbrauchsversprechen bei Volkswagen lässt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nun auch die Fahrzeuge ausländischer Autobauer prüfen. Dobrindt (CSU) sagte der „Bild“-Zeitung (Samstag): „Die Dieselfahrzeuge anderer Hersteller auch aus dem Ausland unterziehen wir gerade strengen Nachprüfungen.“

Dobrindt kündigte zudem eine Überarbeitung der Abgastests an. „Wir entwickeln die Pkw-Abgastests auf EU-Ebene weiter. Neben Tests auf dem Rollenprüfstand wird es künftig auch Tests auf der Straße geben. Die Tests werden also strenger und ähneln dem normalen Fahrverhalten der Autofahrer im Straßenverkehr viel stärker. Das illegale „Austricksen“ der Testsituation, in der das Auto erkennt, dass es auf einem Prüfstand steht und deshalb andere Abgaswerte produziert, wird damit unterbunden.“

CO2-Schummeleien bei VW: Wer prüfte wen?

VW

TÜV Nord GmbH, Deutschland

Porsche

TÜV Nord GmbH, Deutschland (Abgas) und Luxemburg (Gesamtfahrzeug)

Audi

ATE EL s.a.r.l., Luxemburg

Seat

INTA, Madrid und IDIADA, Madrid, Spanien

Skoda

TÜV Süd Autoservice GmbH und Vehicle Certification Agency, Bristol, Großbritannien

Gegen den Verdacht flächendeckender Mauscheleien nahm der Minister die deutschen Autobauer jedoch in Schutz: „Ein Generalverdacht gegen die gesamte Automobil-Branche ist vollkommen unangemessen. In Deutschland werden die modernsten, innovativsten und besten Autos der Welt gebaut. Klar ist aber, dass wir vollkommene Transparenz gegenüber den Prüforganisationen verlangen.“

Dobrindt sagte zudem, er habe VW aufgefordert, ein spezielles Kundenberatungszentrum einzurichten. Dieses solle die Interessen der betroffenen Kunden gegenüber dem VW-Konzern wahrnehmen.

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