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27.01.2005

11:12 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Clement mischt sich in die Diskussion ein

Insolvenzantrag gegen Walter Bau abgelehnt

Gegen den in Existenznot geratenen Augsburger Konzern Walter Bau ist ein erster Insolvenzantrag beim Amtsgericht Augsburg abgelehnt worden.

HB AUGSBURG. Ein westdeutsches Unternehmen habe den Antrag wegen „drohender Zahlungsunfähigkeit“ eingebracht, sagte am Donnerstag Amtsgerichtspräsident Werner Möstel. Die Gläubigerin habe jedoch keine Gründe für die Zahlungsunfähigkeit von Walter Bau glaubhaft machen oder konkrete Forderungen vorlegen können. Der Finanzengpass bei Walter Bau soll rund 150 Millionen Euro betragen.

Im Ringen um die Rettung von Walter Bau gibt es weiterhin keine Fortschritte. Zur Umsetzung des Sanierungskonzeptes fehle die Zustimmung von vier Banken, verlautete am Mittwoch aus Branchenkreisen. Der drittgrößte deutsche Baukonzern hatte erklärt, für „die Liquiditätssicherung und den Fortbestand des Unternehmens“ sei die Zustimmung aller 27 Geldgeber notwendig. Spekulationen über einen Einstieg der österreichischen Bauholding Strabag bei Walter Bau wurden in Branchenkreisen als absurd bewertet. Interessenten könnten in aller Ruhe eine Insolvenz abwarten, statt jetzt Anteile mit allen Risiken zu übernehmen, hieß es.

Der drittgrößte deutsche Baukonzern, der rund 9 500 Mitarbeiter beschäftigt, ringt seit Wochen um die Verlängerung seiner Bank-Bürgschaften über 1,5 Milliarden Euro. Dazu hat Walter Bau dem Pool von 27 Banken einen Sanierungsplan vorgelegt, der die Senkung der Kosten um 40 bis 60 Millionen Euro, die Entlassung von 400 Beschäftigten, den Verkauf der ertragsstarken Tochter Dywidag Systems International (DSI) und die Reduzierung des Inlandsgeschäfts vorsieht.

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