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15.02.2011

22:48 Uhr

C. Hohmann-Dennhardt

Ex-Richterin erste Frau im Daimler-Vorstand

VonCarsten Herz

Die Diskussion um eine Frauenquote trägt Früchte beim Autokonzern Daimler: Als Verantwortliche für das neue Vorstandsressort Integrität und Recht, soll Ex-Bundesverfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt künftig gegen Korruption vorgehen.

Christine Hohmann-Dennhardt: Die Ex-Bundesverfassungsrichterin wird Mitglied im Daimlervorstand. Quelle: dpa

Christine Hohmann-Dennhardt: Die Ex-Bundesverfassungsrichterin wird Mitglied im Daimlervorstand.

StuttgartDer Daimler-Aufsichtsrat hat beschlossen, dass die Ex-Bundesverfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt bereits am Mittwoch als Verantwortliche für das neue Ressort Integrität und Recht in das Führungsteam einrückt. Die 60-Jährige, die erst Ende Januar aus ihrem Richteramt ausgeschieden war, bekommt einen Dreijahresvertrag. Über ihre Berufung hatte das Handelsblatt bereits vorab berichtet. Daneben verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von Finanzchef Bodo Uebber um weitere drei Jahre. Der Autokonzern, der am Mittwoch in Stuttgart seine Jahreszahlen vorlegen wird, formiert damit das neue Führungsteam für die zweite Amtszeit von Vorstandschef Dieter Zetsche.

Zetsche wird am Mittwoch voraussichtlich glänzende Jahreszahlen für den Konzern vorlegen. Analysten erwarten, dass das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen noch über den vom Konzern prognostizierten sieben Milliarden Euro liegen wird. Den Großteil soll die Kernsparte Mercedes zum Gewinn beitragen. 2009 mussten die Schwaben wegen der weltweiten Autokrise noch tiefrote Zahlen verbuchen. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern stand ein Verlust von 1,5 Milliarden Euro in den Büchern.

Der Kleinstwagen Smart bereitet den Stuttgartern jedoch weiter Probleme. Der Hersteller zog nun Konsequenzen aus dem Absatzeinbruch der Marke in den USA und ordnet die Geschäfte der Marke in den Vereinigten Staaten neu. Der Vertrieb geht nun im Sommer in die eigenen Hände über und Pläne für ein viertüriges Sondermodell für die USA wurden wieder eingestellt. Bisher hatte die landesweit vertretende US-Autohauskette Penske den Zweisitzer in den USA für Daimler verkauft. Doch nach einem anfänglichen Verkaufserfolg waren die Verkäufe von Smart zuletzt drastisch eingebrochen.

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