Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2014

14:07 Uhr

CAM-Studie zu Autoverkäufen

Toyota knackt die 10-Millionen-Marke

ExklusivDer Wettbewerb an der Spitze der Autoindustrie wird immer enger. Das zeigt eine bisher unveröffentlichte Studie. Demnach liefern sich die drei absatzstärksten Hersteller Toyota, GM und VW 2014 ein Rennen „Kopf an Kopf“.

Der Autobauer Toyota verteidigt seine Spitzenposition mit 10,2 Millionen verkauften Pkw. AFP

Der Autobauer Toyota verteidigt seine Spitzenposition mit 10,2 Millionen verkauften Pkw.

DüsseldorfDer Wettbewerb an der Spitze der Autoindustrie wird immer enger. Das zeigt die bisher unveröffentlichte Studie „Automotive Performance 2013/2014“ des Center of Automotive Management (CAM), die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegt. Der Prognose nach liefern sich die drei absatzstärksten Hersteller Toyota, General Motors (GM) und Volkswagen 2014 ein Rennen „Kopf an Kopf“.

Demnach verteidigt Toyota die Spitzenposition mit 10,2 Millionen verkauften Pkw. Auf Rang zwei kommt General Motors mit 10,15 Millionen Autos. Volkswagen bleibt mit 9,95 Millionen Pkw dem CAM zufolge vorerst nur Rang drei.

Das liegt vor allem an den Defiziten der Niedersachsen auf dem wachsenden US-Markt. „Dort bleibt Volkswagen schwach, es fehlen einfach die Produkte, während GM in den nächsten Monaten viele neue Modelle bringt und Toyota zunehmend zu alter Stärke findet“, sagte CAM-Chef Stefan Bratzel.

Größte Automarken in Deutschland (Neuzulassungen 2013)

Platz 10

Toyota
Absatz 2013:
74.056 Fahrzeuge (-8,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
2,5 Prozent

Platz 9

Seat
Absatz 2013:
83.364 Fahrzeuge (+22,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
2,8 Prozent

Platz 8

Renault
Absatz 2013:
98.922 Fahrzeuge (-6,3 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
3,4 Prozent

Platz 8

Hyundai
Absatz 2013:
101.522 Fahrzeuge (+0,7 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
3,4 Prozent

Platz 7

Skoda
Absatz 2013:
159.939 Fahrzeuge (+8,7 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
5,4 Prozent

Platz 6

Ford
Absatz 2013:
197.794 Fahrzeuge (-3,9 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
6,7 Prozent

Platz 5

Opel
Absatz 2013:
207.461 Fahrzeuge (-2,9 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
7,0 Prozent

Platz 4

BMW
Absatz 2013:
231.815 Fahrzeuge (-5,8 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
7,9 Prozent

Platz 3

Audi
Absatz 2013:
251.952 Fahrzeuge (-5,5 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
8,5 Prozent

Platz 2

Mercedes
Absatz 2013:
277.373 Fahrzeuge (-1,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
9,4 Prozent

Platz 1

Volkswagen
Absatz 2013:
642.190 Fahrzeuge (-4,6 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
21,8 Prozent

Dazu kommt eine Schwächephase bei Volkswagens Premiumtochter Audi. „Audi macht eine Produktpause“, erklärte Bratzel. Im laufenden Jahr kommt keine der entscheidenden Modellreihen neu, die Ingolstädter bringen etwa den Sportwagen TT oder die Hybridversion („etron“) des A3 auf den Markt.

Weil der Rivale Mercedes-Benz dagegen mitten in einer großen Produktoffensive steckt und gerade die verkaufsstarke C-Klasse modernisiert hat, fällt das Absatzplus der Stuttgarter nach den CAM-Berechnungen 2014 mit elf Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie der Zuwachs bei Audi mit plus fünf Prozent.

Die Folge: Mercedes-Benz dürfte mit 1,74 Millionen verkauften Autos den Wettbewerber Audi mit 1,65 Millionen Einheiten überholen. BMW steigert der Prognose zufolge den Absatz um sechs Prozent auf 2,08 Millionen Pkw – und führt das Premiumsegment weiter an. Weltweit rechnet das CAM 2014 mit einem globalen Absatzplus von gut 4,5 Prozent auf 74,5 Millionen verkaufte Pkw. 2013 war der Automarkt um 4,4 Prozent auf 71,4 Millionen Autos gestiegen.

Von

mcs

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×