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04.03.2014

09:27 Uhr

Cevian

Finanzinvestor stockt bei Thyssen-Krupp auf

Mehr Macht für Cevian: Der Finanzinvestor hält mittlerweile einen Anteil von mehr als 15 Prozent an Thyssen-Krupp. Cevian gilt als aktiver Investor, der sich gerne in das Geschäft einmischt.

Eine Thyssen-Krupp-Niederlassung bei Duisburg: Der Finanzinvestor Cevian könnte künftig größeren Einfluss auf den Industriekonzern nehmen. Reuters

Eine Thyssen-Krupp-Niederlassung bei Duisburg: Der Finanzinvestor Cevian könnte künftig größeren Einfluss auf den Industriekonzern nehmen.

DüsseldorfDer schwedische Finanzinvestor Cevian baut seine Macht beim angeschlagenen Thyssen-Krupp-Konzern weiter aus. Cevian halte einen Anteil von rund 15,1 Prozent, teilte der Finanzinvestor am Dienstag mit. Cevian unterstreiche mit der Aufstockung sein „langfristiges Engagement“ bei dem Essener Mischkonzern.

Die Mitteilung kommt nicht überraschend - Cevian habe seinen Anteil auf insgesamt zwölf bis 15 Prozent erhöht, hatte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters schon im Januar gesagt. Der Finanzinvestor pocht auf einen Sitz im Aufsichtsrat des Mischkonzerns mit weltweit rund 150.000 Mitarbeitern. Cevian wolle seinen Anteil zudem weiter ausbauen, erklärte Thyssen-Krupp in einer Pflichtmitteilung unter Berufung auf den Investor.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

„Der Meldepflichtige strebt eine der Bedeutung seiner Beteiligung entsprechende Repräsentation im Aufsichtsrat der Gesellschaft an. Eine Veränderung der Besetzung des Vorstands ist nicht geplant“, bekräftigte Thyssen-Krupp unter Berufung auf Cevian. Cevian gilt als aktiver Investor, der sich gerne in das Geschäft einmischt.

Von

rtr

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