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28.08.2013

12:31 Uhr

Chef überrascht Mitarbeiter

Über Nacht die Firma von Italien nach Polen verlagert

Ein italienischer Hersteller für Heizkörper verlagert das Werk fast unbemerkt nach Polen und erzürnt die Bevölkerung. Damit ist er nicht der Einzige: Immer mehr italienische Firmen wollen Stellen ins Ausland verlagern.

Italien bleibt das Sorgenkind Europas: In der weltweiten Gehalts- und Produktivitätstabelle des Weltwirtschaftsforums befindet sich Italien auf Platz 128 - einen Rang hinter Burkina Faso. dpa

Italien bleibt das Sorgenkind Europas: In der weltweiten Gehalts- und Produktivitätstabelle des Weltwirtschaftsforums befindet sich Italien auf Platz 128 - einen Rang hinter Burkina Faso.

FormigineFabrizio Pedroni wünschte seinen Mitarbeitern schöne Ferien. Frühestens in drei Wochen sollten sie wiederkommen, sagte er zu ihnen. In derselben Nacht beginnt er mit der Verschiffung seiner Anlagen nach Polen. „Hätte ich sie eher in die Pläne eingeweiht, die Produktion ins Ausland zu verlagern, hätten sie meine Fabrik besetzt“, sagt Pedroni. „Ich will, dass mein Unternehmen überlebt. Italien ist nicht mehr die richtige Umgebung für einen Betrieb.“

Das Familienunternehmen Firem produziert Heizkörper und Heizsysteme für Gastronomie, Automobilindustrie und Haushaltsgeräte. Die Nachricht über die Produktionsverlagerung nach Ost-Europa erreichte die 40 Mitarbeiter zu spät. Am 13. August, elf Tage nach dem Start der Aktion, wunderten sich einige Mitarbeiter über die Geschäftigkeit auf dem Betriebsgelände. Sie machten sich auf dem Weg zum Tor, konnten aber nur noch die letzte von 20 Verladungen stoppen.

Während die Euro-Zone mittlerweile wieder positiven Wachstum aufweisen kann, steckt Italien weiter in der Rezession. Der Verlust der Fabrik unterstreicht die Schwierigkeiten, die Italien bei der Wiederbelebung des verarbeitenden Gewerbes und der Wirtschaft hat.

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In der weltweiten Gehalts- und Produktivitätstabelle des Weltwirtschaftsforums befindet sich Italien lediglich auf dem 128. Platz und liegt damit einen Rang hinter Burkina Faso. Polen ist auf Platz 39. Der 49-jährige Firmenchef Pedroni lebt jetzt in Angst, nachdem er mehrere Morddrohungen erhalten hat. Dennoch halte er an seiner Entscheidung fest, wie er sagt. Und damit ist er nicht allein. Unternehmen wie Fiat oder Indesit, ein Hersteller von Öfen und Kühlschränken, verlagern Produktionskapazitäten ins Ausland um Kosten zu sparen.

Indesit hatte schon im Juni angekündigt, 1400 Stellen zu streichen. Der Schritt steht im Zusammenhang mit einem Teil-Umzug in die Türkei und nach Polen. Fiat beschäftigt bereits über 4000 Mitarbeiter in Polen.

Kommentare (26)

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pro-D

28.08.2013, 12:39 Uhr

ja das kenne ich von den spanischen Zulieferern, dass sie extrem stark in den Osten gehen. Denn im Reich von Dolce-Vita ist nix mit wirtschaftlicher Entwicklung. Und wer sollte das wohl besser wissen, als die dort einheimischen Wirtschafts Experten.

Auf Dauer werden die dolce-Vita Staaten im Nichts verschwinden, denn die Zukunft liegt auf der Achse Deutschland-RUS-CN

Account gelöscht!

28.08.2013, 13:16 Uhr

Richtig so!
Polen ist ein tolles Land mit fleißigen Menschen.

Man muss Korruption und überbordendem Sozialismus als Unternehmer das Wasser abgraben und gehen. Anders kapieren die Herrschenden nicht, dass was falsch läuft.

Account gelöscht!

28.08.2013, 13:26 Uhr

Auf dieser Achse Deutschland ist überflüssig.

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