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24.02.2011

07:24 Uhr

Chemie-Konzern

BASF enttäuscht trotz Gewinnsprung

VonSiegfried Hofmann

Unterm Strich war 2010 ein gutes Jahr für BASF. Die Konjunkturerholung half den Geschäften spürbar auf die Beine. Doch der deutlich gestiegene Gewinn des Chemieriesen lag unter den Erwartungen.

BASF hat 2010 gut verdient, aber nicht so gut wie von Börsianern erhofft.

BASF hat 2010 gut verdient, aber nicht so gut wie von Börsianern erhofft.

FrankfurtDer Chemiekonzern BASF hat das Jahr 2010 mit starken Zahlen und einem operativen Rekordgewinn von 8,3 Milliarden abgeschlossen. Er zeigt sich auch für 2011 zuversichtlich. Man wolle im laufenden Jahr die Spitzenwerte von 2010 deutlich übertreffen, teilte der Konzern Mit.

Im vierten Quartal steigerte der Ludwigshafener Chemieriese seinen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen um knapp ein Fünftel auf 1,76 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 25 Prozent auf 16,4 Milliarden zu. Vor allem im Geschäft mit Chemikalien  und Performance-Produkten (Lacke, Pigmente etc.) verbuchte die BASF  kräftige Umsatz- und Ertragssteigerungen. 

Ferner lieferte auch das Öl- und Gasgeschäft deutlich höhere Erträge als im Vorjahr. Unterm Strich verblieb ein Netto-Gewinn von 1,1 Milliarden Euro im Quartal.  Der Konzern hat damit zwar die hoch gesteckten Erwartungen der Analysten für den operativen Gewinn um knapp ein Zehntel verfehlt, schnitt beim Gewinn nach Steuern aber deutlich besser ab als erwartet. Auch der Umsatz übertrifft die Schätzungen des Marktes.

BASF in Zahlen20102009Veränderung
Umsatz (in Mrd. Euro)63,850,726 %
Operatives Ergebnis (EBIT) (in Mrd. Euro)7,83,7111 %
Ergebnis je Aktie (in Euro)4,961,54223,2
Forschungskosten (in Mrd. Euro)1,51,47 %
Anzahl Mitarbeiter109.140104.7794,2 %

Insgesamt untermauern die Zahlen des Branchenführers einen sehr positiven Trend in der Chemiebranche. In den vergangenen Tagen hatten unter anderem auch die US-Konzerne Dupont und Dow mit überraschend starken Zahlen und erhöhten Prognosen aufgewartet. Grundlage dafür ist die unerwartet starke Nachfrage aus Abnehmerindustrien wie der Automobilindustrie.

Das Jahr 2011 habe für die BASF sehr stark begonnen, wird BASF-Chef Jürgen Hambrecht in einer Mitteilung des Konzerns zitiert. „Libyen macht uns allerdings Sorgen.“ Insgesamt sei man optimistisch für das erste Quartal und das Gesamtjahr. Angesichts des starken Geschäfts will der Konzern weltweit rund 2 900 zusätzliche Arbeitskräfte einstellen , davon 800 in Deutschland.

Im Gesamtjahr 2010  steigerte die BASF ihre Erlöse um fast ein Viertel auf rund 64 Milliarden Euro und den operativen Gewinns um 68  Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern verdreifachte sich  auf 4,55 Milliarden Euro. Das ist der höchste Wert in der Geschichte der BASF, sieht man einmal vom Jahr 2001 ab, als der Konzern einen hohen Sonderertrag aus dem Verkauf seiner Pharmasparte erzielte. Auch das Ergebnis nach Kapitalkosten erreichte mit 3,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.  Die Aktionäre können daher mit einer deutlichen Anhebung der Dividende rechnen.

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