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21.01.2009

15:22 Uhr

Chemiebranche

Auch Wacker Chemie plant Kurzarbeit

Nach dem Chemieriesen BASF will auch der Wacker Chemie-Konzern viele Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Wie viele Beschäftigte betroffen sind, steht noch nicht fest.

Wacker Chemie schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit. Foto: dpa dpa

Wacker Chemie schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. "Auch wir spüren die Auswirkungen der Rezession", sagte ein Firmensprecher am Mittwoch in München. Geplant sei Kurzarbeit sowohl im Halbleitergeschäft als auch in der Chemiesparte.

Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 15 000 Menschen, davon rund 10 000 am größten Standort Burghausen in Oberbayern.

Auch der weltgrößte Chemiekonzern BASF führt im Februar nach einer Eintrübung der Geschäfte an ersten Standorten Kurzarbeit ein.

Noch im November hatte Wacker über florierende Geschäfte berichtet. Nach kräftigen Zuwächsen im dritten Quartal 2008 erwartete das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Anstieg des Umsatzes von 3,78 Milliarden Euro im Vorjahr um deutlich mehr als zehn Prozent sowie eine Steigerung des operativen Gewinns. Details zur Auftragslage wollte der Sprecher am Mittwoch nicht nennen und verwies auf die für Mitte März geplante Bilanzvorlage für 2008.

Bei der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Kurzarbeit ist vor allem in der Automobilbranche derzeit ein großes Thema. Am Vortag hatten die Autohersteller Volkswagen und BMW sowie der Lastwagenbauer MAN wegen der Absatzkrise angekündigt, deutschlandweit zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken zu wollen.

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