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20.09.2012

16:53 Uhr

Chemiebranche

BASF kauft Becker Underwood

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat die US-Firma Becker Underwood für rund eine Milliarde US-Dollar gekauft. Das Unternehmen für Pflanzenschutzmittel hatte zuletzt einen Jahresumsatz von 240 Millionen Dollar erzielt.

Der Chemiekonzerns BASF wächst weiter. dpa

Der Chemiekonzerns BASF wächst weiter.

MünchenBASF schlägt wieder zu: Der weltgrößte Chemiekonzern kauft für gut eine Milliarde Dollar das US-Unternehmen Becker Underwood und stärkt damit sein Pflanzenschutzgeschäft. Wie BASF am Donnerstag in Ludwigshafen mitteilte, wurde eine entsprechende Einigung mit dem bisherigen Eigentümer, der US-Investmentgesellschaft Norwest Equity Partners (NEP) erzielt. BASF zahlt demnach umgerechnet 785 Millionen Euro. Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Bis Ende 2012 soll der Deal abgeschlossen sein.

Becker Underwood mit Sitz im US-Bundesstaat Iowa ist auf Technologien in der Saatgutbehandlung spezialisiert sowie Produkte, die im Pflanzenschutz, Gartenbau und in der Tierernährung angewendet werden. Das Unternehmen fertigt an zehn Standorten und hat 479 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt bei 240 Millionen Dollar. Seit 2004 gehörte Becker Underwood zu NEP.

"Becker Underwood hat eine starke Position in Nordamerika", sagte BASF-Manager Markus Heldt. "Wir werden dieses Kerngeschäft weiter ausbauen und global expandieren." Die Übernahme soll spätestens ab dem dritten Jahr den Gewinn je Aktie verbessern und insgesamt helfen, Ergebnisschwankungen zu reduzieren, wie BASF weiter mitteilte.

Das Unternehmen ist immer wieder aktiv mit Zukäufen. Der Chef des Dax-Konzerns hatte zuletzt betont, auch mit Deals zwischen drei bis fünf Milliarden Euro gute Erfahrungen gemacht zu haben. Der letzte große Zukauf war die Übernahme der Spezialchemiefirma Cognis, die Ende 2010 abgeschlossen wurde.

Von

rtr

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