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26.07.2012

07:45 Uhr

Chemiebranche

BASF legt dank Gassparte zu

BASF zeigt sich krisenfest und hat im zweiten Quartal einen spürbaren Gewinnanstieg verbucht. Das größte Chemieunternehmen der Welt will nun 2012 die alten Rekordwerte übertreffen. Doch langfristig nimmt die Skepsis zu.

Das Werksgelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen- dpa

Das Werksgelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen-

FrankfurtDer Chemiekonzern BASF hat im abgelaufenen Quartal dank starker Geschäfte seiner Öl- und Gassparte und kräftiger Nachfrage nach Agrarchemikalien bei Umsatz und Betriebsgewinn zugelegt. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - sei im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um elf Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte das weltgrößte Chemieunternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Analysten hatten im Schnitt mit 2,31 Milliarden Euro gerechnet. Das Unternehmen setzte 19,5 Milliarden Euro um und damit sechs Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Beim Netto-Ergebnis sah es dagegen anders aus: Das fiel um 15,5 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Der DAX-Konzern begründete dies mit einer höheren Steuerquote wegen der nicht anrechenbaren Ertragssteuer auf die Ölförderung. Im Vorjahr war diese wegen des Ölförderstopps in Libyen infolge der politischen Unruhen nicht enthalten.

Konzernchef Kurt Bock bekräftigte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr. BASF will beim Umsatz und Betriebsgewinn in diesem Jahr die Rekordwerte von 2011 übertreffen. Die Rahmenbedingungen schätzt Bock jetzt aber vorsichtiger ein. So rechnet der Konzern nicht mehr mit einer Belebung der Nachfrage im zweiten Halbjahr im Vergleich zu den ersten sechs Monaten. 2011 hatte BASF 73,5 Milliarden Euro umgesetzt und kam auf einen bereinigten Betriebsgewinn von 8,4 Milliarden Euro.

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Auch der Schweizer Konkurrent Clariant legte heute Zahlen vor. Der Chemiekonzern hat die Folgen der Konjunkturschwäche in Europa für seinen Umsatz mit Zuwächsen in Lateinamerika und in Asien weitgehend ausgeglichen. Nach Firmenangaben vom Donnerstag stieg der Umsatz im zweiten Quartal um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,98 Milliarden Franken.

Kommentare (2)

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vandale

26.07.2012, 08:49 Uhr

Das Herz der BASF ist ein gewaltiger Chemiekomplex in Ludwigshafen bestehend aus Anlagen deren Produkte teils wiederum Vormaterialien für weitere Produkte sind, die Kühlung eines Prozesses liefert Dampf für einen anderen, Kraftwerken und Infrastruktur.

Rein technisch gesehen sind dies optimale Bedingungen wettbewerbsfähig/profitabel zu sein.

Allerdings arbeitet die Politik seit Jahrzehnten daran diesen Komplex zu zerstören. Die BIMSCH, REACH, Auflagen und teure Energie haben beispielsweise dazu geführt das man Commodities wie PE, PP abgegeben hat und andere aufgegeben hat.

Sehr viel Angst hat die BASF vor der Oekosaga einer CO2 Klimahölle. Teure CO2 Zertifikate können den Komplex im Wettbewerb mit Asien und Nordamerika und deren preiswerten Gaspreisen in eine teure Industrieruine verwandeln. Die BASF sucht sich etwas von diesem Komplex zu lösen und muss dies beschleunigen.

Vandale

JanSobiesky

26.07.2012, 09:52 Uhr

Vollkommen richtig. Auch wenn ich in LU arbeite, kann man der BASF nur empfehlen, vor unseren politisch Ökonazis zu flüchten. Öko-Gauleiter Trittihn und Konsorten werden Deutchland schon zertstören, wie dies es lange geplant haben (man kann alle Zitate übrigens leicht in via Google finden. Die Deindustrialiserung Deutschlands gehört dazu. Da ändert meiner Meinung nach auch die Neumitgliedschaft Trttihns im Bilderbeger-Klub nichts daran.

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