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15.01.2009

15:40 Uhr

Chemiebranche

Chemiekonzerne auf Sparkurs

Die Konjunkturkrise setzt der Chemiebranche hart zu. Die Konzerne BASF und Lanxess treten nun bei Kosten und Produktion auf die Bremse. Sie verlagern und drosseln die Produktion in ausländischen Werken.

BASF und Co. bauen Produktion um. Foto: dpa dpa

BASF und Co. bauen Produktion um. Foto: dpa

HB FRANKFURT. BASF will an seinem koreanischen Standort Ulsan aus Kostengründen die Produktion der Chemikalien BDO und THF einstellen, wie der weltgrößte Chemiekonzern am Donnerstag ankündigte. Kunden sollen künftig von anderen Standorten des Konzerns versorgt werden.

BASF hatte die Anlagen schon im August bis auf weiteres geschlossen. Die Produktion der Chemikalie PolyTHF in Ulsan soll dagegen weiter laufen. Die Chemikalien werden unter anderen zur Herstellung von Fasern und Klebstoffen eingesetzt.

Der Leverkusener Wettbewerber Lanxess will wegen der schwachen Nachfrage die Produktion von synthetischem Kautschuk drosseln. Anlagen in Kanada und Belgien sollen in den kommenden Monaten entweder für mehrere Wochen gedrosselt oder vorübergehend stillgelegt werden. Die Zeit wolle Lanxess für Wartungsarbeiten nutzen, kündigte das Unternehmen an.

Rund 360 Mitarbeiter sind von dem Schritt betroffen, mit dem der Konzern Kosten senken und Lagerbestände abbauen will. Während die Belegschaft in Belgien in Kurzarbeit geschickt wird, sollen die Mitarbeiter in Kanada Überstunden abbauen oder Urlaub nehmen.

Der Chemiebranche machen derzeit insbesondere die Autokrise, die schwache US-Bauwirtschaft und der Nachfrageschwund aus Teilen der Elektronikindustrie zu schaffen. Dazu kommt, dass Kunden die sinkenden Öl- und Rohstoffpreise nutzen, um ihre Lagerbestände abzubauen.

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