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05.09.2013

17:47 Uhr

Chemiekonzern

Bayer will mit Investitionen kräftig wachsen

Die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln ist groß, Bayer plant den Bau einer Pflanzenschutzanlage in den USA. Und auch auf dem russischen Markt geht es voran – allerdings für die Pharmasparte des Konzerns.

Die Agrarchemietochter Bayer CropScience will ihre Kapazitäten ausbauen und ihre Anlageinvestitionen um eine Milliarde Euro aufzustocken. dpa

Die Agrarchemietochter Bayer CropScience will ihre Kapazitäten ausbauen und ihre Anlageinvestitionen um eine Milliarde Euro aufzustocken.

MonheimDie starke Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln stimmt Bayer optimistisch. Die Agrarchemietochter Bayer CropScience kündigte deshalb am Donnerstag an, ihre Anlageinvestitionen um eine Milliarde Euro aufzustocken. Bayer CropScience will nun im Zeitraum 2013 bis 2016 insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro in seine Produktion investieren. Darunter fällt auch der Bau einer neuen Anlage für Pflanzenschutzmittel in den USA.

„Die Nachfrage nach unseren Produkten nimmt so stark zu, dass wir unsere Kapazitäten deutlich verstärken werden“, erklärte Bayer CropScience-Chef Liam Condon in Monheim bei Köln. Unter anderen steckt die Agrarchemie-Tochter rund 380 Millionen Euro in den Bau einer neuen Anlage für den Unkrautvernichter Liberty im US-Bundesstaat Alabama.

Mit Hilfe der neuen Anlage will Bayer seine weltweite Produktion des Unkrautvernichters mehr als verdoppeln. Landwirte in den USA greifen verstärkt zu dem Bayer-Mittel Liberty, da sie zunehmend mit Unkraut-Resistenzen gegen das weit verbreitete Konkurrenzmittel Roundup von Monsanto kämpfen.

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Für das Gesamtjahr bekräftigte Condon, der die Bayer Agrarchemiesparte seit Anfang Dezember leitet, die Prognosen. Der Spartenumsatz soll in diesem Jahr Richtung neun Milliarden Euro von 8,38 Milliarden Euro 2012 steigen. Die Agrarchemietochter sei zudem auf gutem Weg, ihren Umsatz 2015 in Richtung zehn Milliarden Euro zu erhöhen.

Auch auf dem Wachstumsmarkt Russland soll es weiter voran gehen. Bayer will dort kräftig expandieren. Der Leverkusener Konzern wolle bis 2017 seinen Jahresumsatz im Vergleich zu 2012 um 80 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro ausbauen, teilte das Pharma- und Chemieunternehmen am Donnerstag mit. Zugleich plane der Konzern, in dem Zeitraum die Anzahl seiner Beschäftigten in dem Land um 800 auf 2400 zu erhöhen. Bayer setzte 2012 in Russland 726 Millionen Euro um - 67 Prozent davon entfielen auf die Gesundheitssparte, zu der auch das Pharmageschäft gehört. Im ersten Halbjahr 2013 wuchs der Umsatz dort um 12,5 Prozent.

„Die Mittelschicht, die die Entwicklung des Gesamtkonsums wesentlich mitbestimmt, wächst zusehends. Es ist damit zu rechnen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt und sich positiv auf die für Bayer wichtigen Branchen auswirkt“, beschrieb Bayer-Chef Marijn Dekkers die Chancen in Russland. Er rechnet für alle drei Teilkonzerne mit kräftigen Umsatzzuwächsen in dem Land. Bayer geht davon aus, dass die Zwei-Milliarden-Schwelle beim Umsatz in Russland im Jahr 2022 geknackt werden kann.

Von

rtr

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