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05.05.2011

18:28 Uhr

Chemiekonzern

Evonik beauftragt Deutsche Bank mit Börsengang

Deutsche Bank und Goldman Sachs sollen als Koordinatoren den Börsengang des Chemiekonzerns Evonik vorbereiten und strukturieren. Unterstützt würden sie von Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse und J.P. Morgan.

Der Börsengang von Evonik steht unter dem Vorbehalt, so dass er bei einer Eintrübung der Konjunktur „jederzeit angehalten“ werden kann. Quelle: ap

Der Börsengang von Evonik steht unter dem Vorbehalt, so dass er bei einer Eintrübung der Konjunktur „jederzeit angehalten“ werden kann.

EssenDer Chemiekonzern Evonik und seine Eigner haben mit der Auswahl von Banken wichtige Weichen für den angestrebten Börsengang gestellt. Die Deutsche Bank und die US-Investmentbank Goldman Sachs seien mit der Begleitung des Konzerns auf das Börsenparkett beauftragt worden, teilten Evonik und die beiden Eigner, der Finanzinvestor CVC und die RAG-Stiftung, am Donnerstag in Essen mit.

Deutsche Bank und Goldman Sachs sollten als Koordinatoren die Transaktion vorbereiten und strukturieren. Unterstützt würden sie von Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse und J.P. Morgan als Joint Book Runner. Mit der Mandatierung der Führungsbanken nähmen die Vorbereitungen für das IPO (Initial Public Offering) an Fahrt auf. Im Herbst solle entschieden werden, ob ein Börsengang noch in diesem Jahr möglich sei. Die RAG-Stiftung hatte sich Mitte April für einen Börsengang binnen 15 Monaten ausgesprochen, aber ein Hintertürchen offen gehalten: Der Börsengang stehe unter dem Vorbehalt, dass er bei einer Eintrübung der Konjunktur „jederzeit angehalten“ werden könne.

Das IPO von Evonik könnte Milliarden einbringen. Der Finanzinvestor CVC hatte 2008 für einen Evonik-Anteil von 25,01 Prozent rund 2,4 Milliarden Euro gezahlt. Bei einem Börsengang würde der gesamte Konzern nun wohl mit deutlich mehr als zehn Milliarden Euro bewertet. Damit dürfte Evonik ein heißer Anwärter für eine Mitgliedschaft im deutschen Leitindex Dax sein. Miteigentümer CVC hat mehrfach betont, er sehe Evonik auf Kurs zu einem der größten deutschen Börsengänge seit Jahren.

Die RAG-Stiftung, unter deren Dach der subventionierte deutsche Steinkohlebergbau gebündelt ist, hält knapp 75 Prozent der Evonik-Anteile. Sie soll für künftige Lasten aus dem Bergbau gerade stehen und diese etwa aus Evonik-Dividendenzahlungen oder Anteilsverkäufen finanzieren. Die übrigen Anteile hält CVC. Dem Kuratorium der RAG-Stiftung gehören Vertreter des Bundes, der Länder und der Gewerkschaft IG BCE an.

Evonik-Chef Klaus Engel hatte immer wieder betont, der Konzern sei für den Gang aufs Börsenparkett gerüstet. Evonik hatte für 2010 Rekordzahlen vorgelegt: Der Umsatz schnellte um 26 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro in die Höhe, der Konzerngewinn konnte mit 734 (Vorjahr: 240) Millionen Euro mehr als verdreifacht werden.

 

Von

rtr

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