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03.08.2015

10:08 Uhr

Chemiekonzern steigert Gewinn

Solarhersteller bestellen ab, Wacker verdient prächtig

Knapp 90 Millionen Euro haben Unternehmen aus der Solarindustrie an Ausfall- und Schadenersatzzahlungen geleistet. Dadurch springt der Gewinn von Wacker Chemie nach oben. Das überrascht die Experten.

Der Konzern profitiert im zweiten Quartal vor allem von den Solarbauern – und ihren Abbestellungen. dpa

Wacker Chemie

Der Konzern profitiert im zweiten Quartal vor allem von den Solarbauern – und ihren Abbestellungen.

MünchenDer Spezialchemiekonzern Wacker profitiert von Währungstrends und Abbestellungen. Der Gewinn der Münchner vervielfachte sich im abgelaufenen Quartal binnen Jahresfrist auf 108,2 (Vorjahr: 29,4) Millionen Euro, wie das Traditionsunternehmen am Montag mitteilte. Der Umsatz kletterte um ein Zehntel auf 1,37 Milliarden Euro. Während Wacker bei den Einnahmen die Erwartungen der Analysten erfüllte, lag der Überschuss rund 22 Millionen Euro über den Schätzungen der Experten.

Allein an Ausfall- und Schadenersatzzahlungen aus der Solarindustrie hat Wacker in den Monaten April bis Juni knapp 87 Millionen Euro erhalten. Die Kundschaft gelangt so aus ihren Verträgen, die feste Preise und Liefermengen vorsehen, muss aber Wacker dafür einen Ausgleich bezahlen.

Während das Geschäft mit Silikonen und Feinchemie zuletzt gut lief, leidet das einst blühende Geschäft mit Reinstsilizium für die Solar- und Halbleiterindustrie weiter unter fallenden Preisen. Der Umsatz des Segments schrumpfte zuletzt.

Wacker-Chef Rudolf Staudigl betonte, das operative Ergebnis (Ebitda) sei im zweiten Quartal bereinigt um die Sondereinnahmen um sechs Prozent gewachsen. „Unsere Ertragskraft haben wir auch ohne Berücksichtigung von Sondereffekten weiter ausgebaut. Auch wenn die Herausforderungen im wirtschaftlichen Umfeld zunehmen, sind wir zuversichtlich, dass sich unser operatives Geschäft im zweiten Halbjahr weiter positiv entwickelt“, erklärte er.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Staudigl seine Prognose. Der Umsatz werde um ein Zehntel steigen und erstmals die Fünf-Milliarden-Marke knacken. Das Ebitda werde zwar leicht zulegen, unter dem Strich bleibe allerdings weniger hängen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

03.08.2015, 10:54 Uhr

Soso...die Photovoltaik fällt somit schon mal als Standbein der Energiewende immer mehr weg bzw. existiert bereits nicht mehr. Die Biogasanlagen fallen ebenfalls als Standbein für die Zukunft weg. Was bleibt sind Windmühlen, die jedoch für eine zuverlässig Energieversorgung und stabile und vor allen billige Strompreise immer mehr Probleme in der deutschen Volkswirtschaft darstellen.
Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug danach der Mangel und zum Schluss die Armut!

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