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02.02.2009

12:42 Uhr

Chemiekonzerne

BASF hält Forschungsinvestitionen stabil

Krise hin, Krise her: An den Forschungsausgaben will der Chemieriese BASF nicht rütteln: Und erstrecht nicht entlassen. Schließlich sei es immer schwerer, später dieses gut ausgebildete Personal wieder einstellen zu können. Trotzdem nagt die Wirtschaftsflaute am Geschäft des Konzerns.

BASF ist rund um die Welt aktiv, auch in China. Quelle: Pressebild

BASF ist rund um die Welt aktiv, auch in China.

HB FRANKFURT. BASF will trotz des Konjunktureinbruchs seine Forschungsausgaben im laufenden Jahr stabil halten. "In der 144 Jahre währenden Geschichte des Unternehmens haben wir schon mehrere Krisen erlebt, aber niemals unsere Innovationskraft geschwächt", sagte Forschungsvorstand Andreas Kreimeyer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Für das vergangene Jahr hatte der Chemiebranchenprimus einen Forschungsbudget von 1,34 Mrd. Euro veranschlagt.

Kurzfristig könne BASF bei Forschung und Entwicklung nur durch Entlassungen sparen, da dort 80 Prozent der Kosten Personalkosten seien, sagte Kreimeyer der Zeitung. Diese hochqualifizierten Beschäftigen wolle und müsse BASF aber unbedingt halten. Der Konzern beschäftigt in Forschung und Entwicklung derzeit etwa 8600 Mitarbeiter an 80 Standorten weltweit. Im Stammwerk Ludwigshafen sind es 5200. Dort gilt bis Ende 2010 ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. 2300 Forschungsprojekte hat BASF derzeit, an denen der Konzern meist zusammen mit Partnerunternehmen arbeitet.

BASF hat sich vorgenommen, dass neue, höchstens fünf Jahre alte Produkte bis 2010 annährend vier Mrd. Euro zum Konzernumsatz beitragen. 2015 sollen es rund fünf Mrd. Euro sein. 2007 setzte der Konzern rund 58 Mrd. Euro um.

Im Bereich Forschung hat BASF die fünf Schwerpunkte Energiemanagement, Rohstoffwandel, Nanotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und Industrielle Biotechnologie, die sich etwa mit der Forschung an Enzymen beschäftigt, gesetzt. In diese Gebiete will BASF dieses Jahr 300 Mio. Euro investieren. 2009 bis 2011 sollen es bis zu einer Milliarde Euro sein.

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