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14.09.2011

19:07 Uhr

Chemieunfall in Ungarn

500 Millionen Geldbuße wegen Giftschlamm

Es war der größte Chemieunfall in der Geschichte Ungarns, der sich im Oktober 2010 westlich von Budapest ereignete und bei dem 10 Menschen starben. Nun soll der Verursacher, die Alu-Fabrik MAL, 500 Millionen Euro zahlen.

Zwei Männer kämpfen im Oktober 2010 gegen den Giftschlamm. dpa

Zwei Männer kämpfen im Oktober 2010 gegen den Giftschlamm.

Budapest500-Millionen-Euro-Geldbuße wegen Giftschlammkatastrophe in Ungarn - Größter Chemieunfall in der Geschichte des Landes mit zehn Toten Archivfoto = BUDAPEST, 14. September (AFP) - Die ungarischen Behörden haben die für die Giftschlammkatastrophe vom Oktober 2010 verantwortliche Aluminiumfabrik MAL mit einer Geldbuße von 135 Milliarden Forint (500 Millionen Euro) belegt. Wie die Regierung in Budapest am Mittwoch mitteilte, sollen mit der innerhalb von zwei Wochen fälligen Geldstrafe die durch die Katastrophe verursachten enormen Umweltschäden ausgeglichen werden. MAL kann gegen die Entscheidung vor der nationalen Umweltschutzbehörde Berufung einlegen. Am 4. Oktober 2010 war die Wand eines Auffangbeckens für Bauxitschlamm in dem Aluminiumwerk in Ajka, 160 Kilometer westlich von Budapest, geborsten. Beim größten Chemieunfall in der Geschichte Ungarns ergossen sich mehr als 700.000 Kubikmeter giftigen roten Schlamms über die umliegenden Ortschaften. Zehn Menschen wurden getötet, etwa 150 weitere verletzt. Insgesamt wurden 40 Quadratkilometer Land verseucht.

Von

afp

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