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23.08.2012

12:59 Uhr

Chinesen interessiert

Thyssen-Krupp will Autozulieferer verkaufen

Thyssen-Krupp will offenbar seine Autoblech-Tochter Tailored Blanks an den chinesischen Stahlkonzern Wisco verkaufen. Die Verhandlungen scheinen nun auf der Zielgeraden.

Das Firmenschild von ThyssenKrupp steht vor dem Werksgelände in Duisburg Bruckhausen. dapd

Das Firmenschild von ThyssenKrupp steht vor dem Werksgelände in Duisburg Bruckhausen.

Essen/DüsseldorfThyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger ist mit seinem milliardenschweren Verkaufsprogramm wohl bald durch. Wie Reuters am Donnerstag von einer mit der Situation vertrauten Person erfuhr, will Thyssen-Krupp eines der letzten Geschäfte auf der Veräußerungsliste, seine Autozuliefer-Tochter Tailored Blanks, an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) abstoßen. Die Verhandlungen liefen.

Die "Financial Times Deutschland" berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, der Prozess zum Verkauf an Wisco gehe in die Endphase. Der Konzern wollte sich dazu nicht näher äußern. "Der Prozess dauert an", sagte ein Sprecher lediglich. Bei Wisco war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Hiesinger will mit den Verkäufen die Schulden des Mischkonzerns abbauen und Mittel für Investitionen in Wachstumsgeschäfte erhalten.

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Tailored Blanks stellt für die Automobilindustrie maßgeschneiderte, lasergeschweißte Bleche her und erzielte mit weltweit 900 Beschäftigten zuletzt einen Umsatz von 700 Millionen Euro. Thyssen-Krupp setzte den Bereich schon 2011 auf die Verkaufsliste, seit dem Frühjahr konzentrierten sich die Verhandlungen auf einen Bieter, wie Reuters erfahren hatte. Thyssen-Krupp sehe weiterhin gute Chancen für einen Verkauf und hoffe auf ein baldiges Ergebnis, hatte der Konzern vor wenigen Tagen bei der Vorlage seiner Quartalszahlen erklärt.

Die Aktien von Thyssen-Krupp legten am Mittag um 1,6 Prozent auf 16,76 Euro zu und führten damit die Gewinnerliste im Dax an. Der Verkauf zeige die konsequente Umsetzung der strategischen Pläne bei Thyssen-Krupp, sagte Equinet-Analyst Stefan Freudenreich. Er empfiehlt die Aktien zum Kauf. Mit dem Verkauf des Automobilzulieferers hätte Thyssen-Krupp sein im Mai 2011 angekündigtes Desinvestitionsprogramm fast komplett abgearbeitet.

Kommentare (1)

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RalphFischer

23.08.2012, 11:50 Uhr

Ich bin verblüfft.

Ich dachte die Sparte sollte an die Outokumpu Gruppe verkauft werden ?

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