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11.09.2012

14:41 Uhr

Chinesischer Autobauer

BAIC erwägt Börsengang von Pkw-Sparte

Das kommende Jahr wird für BAIC spannend: Wie schon mehrere Konkurrenten vor ihm will der vom Staat kontrollierte Autobauer dann den Börsengang wagen. Rund 1,6 Milliarden Dollar soll das in die Kassen spülen.

Besucher bei einem Messeauftritt von BAIC.

Besucher bei einem Messeauftritt von BAIC.

TianjinChinas staatlich kontrollierter Autobauer BAIC eifert den Konkurrenten Dongfeng Motor und Geely Automobile nach und will seine Pkw-Sparte an die Hongkonger Börse bringen. Geplant sei, rund zehn Milliarden Yuan (1,6 Milliarden Dollar) einzunehmen, teilte Chairman Xu Heyi am Dienstag mit. Der Börsengang solle im kommenden Jahr erfolgen. Bereits in wenigen Monaten wolle die Sparte eine eigene Marke auf den Markt bringen, die die obere Preisklasse abdecke. Die Fahrzeuge basierten auf der 2009 für 200 Millionen Dollar von der früheren General-Motors -Tochter Saab gekauften Technologie.

Bisher stellt BAIC als Partner von Daimler und Hyundai Motor Mercedes- und Hyundai-Fahrzeuge in China her. Zudem bietet der fünftgrößte Autobauer der Volksrepublik mit dem E150 einen eigenen Kleinwagen an.

Die größten Autohersteller in China

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: 2. Quartal 2012)

Platz 10

BMW - 79.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz im zweiten Quartal um satte 25 Prozent zulegen.

Platz 9

Peugeot-Citroën - 100.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen - wenn auch schwächer als die Konkurrenz. Der Absatz legt um neun Prozent zu.

Platz 8

Kia- 120.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 26 Prozent gehören sie zu den erfolgreichsten Volumenherstellern in China.

Platz 7

Ford - 156.000 verkaufte Fahrzeuge

Ein fünftel des Absatzes machen die US-Amerikaner in China. Im Jahresvergleich legten die Verkäufe im Reich der Mitte um 16 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 179.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner sind der wachstumsstärkste Hersteller im Ranking. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um satte 69 Prozent. Die Folgen der Flutkatastrophe scheinen überwunden zu sein.

Platz 5

Hyundai - 188.000 verkaufte Fahrzeuge

Wesentlich schwächer läuft das Geschäft dagegen für die koreanische Konkurrenz. Während Hyundai weltweit stark wächst, legten die Verkäufe in China im Jahresvergleich nur um vier Prozent zu.

Platz 4

Toyota - 231.000 verkaufte Fahrzeuge

Das Ziel ist klar: Der weltgrößte Autohersteller der Welt will auch im chinesischen Markt zurück auf die Spitzenplätze. Dem eigenen Anspruch wird Toyota mit einem Wachstum von 57 Prozent im zweiten Quartal fast schon wieder gerecht.

Platz 3

Nissan - 344.000 verkaufte Fahrzeuge

Doch im chinesischen Markt ist ein japanischer Konkurrent sogar noch stärker als Toyota. Weil das Wachstum mit 16 Prozent im Verhältnis schwächer ausfällt, schrumpft der Vorsprung.

Platz 2

Volkswagen - 666.000 verkaufte Fahrzeuge

Für keinen deutschen Hersteller ist der chinesische Markt wichtiger als für VW. Fast ein Drittel der Autoproduktion wird in China verkauft. Mit einem Wachstum von 19 Prozent blasen die Wolfsburger zum Angriff auf die Spitze.

Platz 1

General Motors - 672.000 verkaufte Fahrzeuge

Doch die Spitzenposition in China können immer noch die US-Amerikaner verteidigen - wenn auch knapp. Mit einem Wachstum von 14 Prozent bleibt der Konzern in China führend.

Bereits vor drei Jahren überholte China die USA als weltgrößter Automarkt. Im August stieg der Absatz um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bisher produzieren die nationalen Hersteller jedoch hauptsächlich ausländische Marken für den Heimatmarkt.

Von

rtr

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