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25.07.2017

11:05 Uhr

Chipanlagenbauer

Aixtron will aus eigener Kraft wachsen

Der defizitäre Chipanlagenbauer Aixtron schaut wieder optimistischer in die Zukunft. Die Herzogenrather wollen aus eigener Kraft wachsen und heben dank guter Halbjahreszahlen die Prognose für das laufende Jahr an.

Die Anlagenbauer können sich derzeit über volle Auftragsbücher freuen. Reuters

Aixtron

Die Anlagenbauer können sich derzeit über volle Auftragsbücher freuen.

DüsseldorfVolle Auftragsbücher stimmen den seit Jahren defizitären Chipanlagenbauer Aixtron zuversichtlicher. Interimschef Kim Schindelhauer hob am Dienstag seine Ziele für Umsatz und Auftragseingang in 2017 an. Zudem erklärte er, nach der gescheiterten Übernahme durch einen chinesischen Investor die Käufersuche ad acta gelegt zu haben. „Aixtron steht nicht zum Verkauf“, sagte der Manager dem Handelsblatt. Anders als sein Vorgänger sehe er gute Chancen, aus eigener Kraft zu wachsen. Dabei spielt ihm die anziehende Nachfrage in die Hände.

„Die positive Entwicklung beim Auftragseingang hat sich im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt und wird sich in verbesserten Umsätzen niederschlagen. Daher haben wir uns entschlossen, die Prognose für Umsatz und Auftragseingang im Geschäftsjahr 2017 anzuheben“, erklärte Schindelhauer in einer Mitteilung seines Unternehmens. Eine Ergebnisprognose wagte er indes nicht. 2017 peilt er nun einen Umsatz von 210 (197) Millionen und Auftragseingänge von 230 (225) Millionen Euro an. Zuvor hatte er jeweils 180 bis 210 Millionen Euro avisiert.

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Im kommenden Jahr soll operativ wieder ein Gewinn (Ebit) verbucht werden. Schindelhauer will das Ziel auch durch Einsparungen bei den Forschungskosten erreichen. Statt 30 Prozent vom Umsatz sollen nur noch zehn bis 15 Prozent investiert und Partner für die Entwicklung neuer Technologien ins Boot geholt werden, erklärte er der Zeitung. Zudem sollen Randgeschäfte verkauft, auf Eis oder mit Partnern entwickelt werden.

Im ersten Halbjahr schnellte der Auftragseingang um 34 Prozent auf 128,5 Millionen Euro. Der Umsatz wurde mit 114,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Restrukturierungskosten von 14,5 Millionen Euro sorgten derweil erneut für einen operativen Verlust von 24,1 (Vorjahr: minus 25,9) Millionen Euro.

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Ex-Chef Martin Goetzeler hatte versucht, mit Hilfe eines Investors das defizitäre Unternehmen aus der Misere zu hieven und mehrfach betont, im Alleingang seien Personalabbau und Restrukturierungen unumgänglich. In dem chinesische Investor Fujian Grand Chip Investment hatte er geglaubt, den rettenden Anker gefunden zu haben. Doch der damalige US-Präsident Barack Obama hatte mit Verweis auf Sicherheitsbedenken sein Veto gegen die Übernahme der US-Tochter eingelegt. Letztendlich zog der Investor seine 676 Millionen Euro schwere Offerte zurück.

Von

rtr

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