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19.07.2011

10:00 Uhr

Chiphersteller

Produktionsausfall in Japan bremst Micronas

Weil die Produktionsbänder japanischer Autohersteller über Wochen still standen, wurden viele Aufträge an Zulieferer gar nicht erst erteilt. Micronas bleibt im ersten Halbjahr unter dem Strich immerhin ein kleiner Gewinn.

Fertigung des Toyota Prius  in der Tsutsumi-Fabrik in Toyota City (Provinz Aichi). Quelle: dpa

Fertigung des Toyota Prius in der Tsutsumi-Fabrik in Toyota City (Provinz Aichi).

ZürichDer auf die Automobilindustrie spezialisierte Chiphersteller Micronas hat die Nachwirkungen der Katastrophe in Japan im ersten Halbjahr 2011 zu spüren bekommen. Weil nach dem Erdbeben und Tsunami am 11. März die Produktionsbänder und Fertigungsstraßen der japanischen Autohersteller über Wochen still standen, wurden zahlreiche Aufträge verschoben beziehungsweise gar nicht erst erteilt, wie Micronas am Dienstag mitteilte. Infolge sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 17 Prozent auf 79,9 Millionen Franken. Unter dem Strich sprang noch ein kleiner Gewinn von 1,3 Millionen Franken raus, nachdem im Vorjahr aufgrund von Sonderfaktoren ein Verlust von 4,3 Millionen Franken zu Buche gestanden hatte.

Der an der Schweizer Börse gelistete Halbleiterhersteller mit Produktion im süddeutschen Freiburg erwirtschaftet rund 90 Prozent seiner Umsätze mit der Automobilindustrie und davon rund 45 Prozent mit Kunden aus Japan. Die Micronas-Aktien büssten im frühen Handel knapp sechs Prozent auf 6,12 Franken ein.

Prognosen für das laufende Jahr seien mit Blick auf die Entwicklung in Japan schwierig, hieß es. Entsprechend vorsichtig gibt sich Micronas und rechnet mit einem Umsatzrückgang für das zweite Halbjahr: Insgesamt dürfte sich der Umsatz 2011 auf 150 bis 155 Millionen Franken belaufen.

Von

rtr

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