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01.02.2012

13:54 Uhr

Chrysler

Erster Jahresgewinn seit 1997

Für den Autoproduzenten Chrysler ist eine lange Durststrecke vorüber. Für das vergangene Jahr stand erstmals seit langem wieder ein Plus vor der Bilanz. Vor allem auf dem Heimatmarkt sind die Verkäufe nach oben gegangen.

Der Absatz von Chrysler stieg Ende 2011 um fast ein Drittel. dapd

Der Absatz von Chrysler stieg Ende 2011 um fast ein Drittel.

Auburn Hills/DetroitDer US-Autobauer Chrysler hat zum ersten Mal seit 1997 einen Jahresgewinn geschrieben. Der Konzern verdiente unterm Strich 183 Millionen Dollar (139 Mio. Euro) nach einem Minus von 652 Millionen Dollar im Jahr 2010. Noch 2009 war der Konzern pleite und hatte nur mit milliardenschwerer Hilfe des Staates überlebt. Zum Jahresende stieg der Chrysler-Absatz demnach um 28 Prozent.

Der Konzern geriet 2009 in eine schwere Krise und wurde von der der US-Regierung gerettet. Der italienische Fiat-Konzern übernahm damals 20 Prozent und besitzt inzwischen die Mehrheit an dem Konzern.

Nach den neuen Erfolgsmeldungen scheint die Saure-Gurken-Zeit bei Chrysler vorerst vorbei zu sein. Angesichts boomender Autoverkäufe vor allem im wichtigen Heimatmarkt geht es seit Monaten aufwärts mit Chrysler. Der Umsatz sprang um 31 Prozent hoch auf 55,0 Milliarden Dollar.

„Das Haus ist in schönster Ordnung“, verkündete Konzernchef Sergio Marchionne am Mittwoch. „Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir geleistet haben.“ Vor allem das letzte Jahresviertel lief blendend mit einem Gewinn von 225 Millionen Dollar. Die Schulden schrumpften drastisch, der Marktanteil in den USA legte nach Firmenangaben im Gesamtjahr von 9,2 auf 10,5 Prozent zu. In der Heimat setzte der Konzern mit knapp 1,4 Millionen Wagen der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Ram die Masse seiner Autos ab. Weltweit stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von 1,6 auf 2,0 Millionen.

Im laufenden Jahr will Chrysler weiter zulegen und auf einen Umsatz von um die 65 Milliarden Dollar kommen. Der Gewinn soll auf unterm Strich rund 1,5 Milliarden Dollar hochschießen.

Chrysler galt lange als Sorgenkind unter den US-Autokonzernen. Die Rivalen General Motors und Ford schrieben nach der großen Krise des Jahres 2009 wesentlich schneller wieder Gewinne und das in Milliardenhöhe. Dagegen war Chrysler auf die Hilfe des italienischen Konkurrenten Fiat angewiesen, der mittlerweile die Mehrheit hält. Chef beider Unternehmen ist seit Beginn der Allianz Marchionne. Auf mittlere Sicht strebt er eine komplette Verschmelzung an.

 

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