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05.01.2005

10:12 Uhr

Chrysler legt als einziger US-Hersteller zu

Ford und GM bricht der Heimatmarkt weg

Die jüngste Belebung der Autoverkäufe in den USA weckt in der Branche Hoffnungen auf einen weiteren Schub durch die Autoschau in Detroit. Nachholbedarf haben 2005 laut Expertenschätzungen vor allem die großen US-Hersteller Ford und General Motors (GM), die im vergangenen Jahr erneut zu den Verlierern zählten, während die japanischen Hersteller weiter auf dem Vormarsch sind. Auch deutsche Autokonzerne wie Porsche und BMW erreichten 2004 in den USA einen neuen Rekordabsatz.

HB FRANKFURT/M.

Doch wenngleich die Verkaufszahlen im Dezember deutlich anzogen, rechnen Experten für das laufende Jahr lediglich mit einem stagnierenden Autoabsatz in den USA. Nach knapp 16,8 Millionen neuen Autos auf den US-Straßen im Jahr 2004 nennen die Prognosen für 2005 maximal 16,9 Millionen Neuwagen. Deutschlands Automanager fliegen daher mit gedämpftem Optimismus zu dem wichtigen Branchentreff in Detroit. Die PS-Show, die am kommenden Sonntag beginnt, gilt traditionell als erstes Barometer des Jahres.

Für die deutschen Konzerne sind das wichtige Tage, denn seit fünf Jahren leben sie bei einer rückläufigen Nachfrage im Inland vor allem vom Export. Dabei spielt der US-Markt eine entscheidende Rolle. Die anhaltende Dollar-Schwäche, hohe Rohstoffpreise und die auf allen etablierten Märkten verhaltene Nachfrage treiben den Managern allerdings Sorgenfalten auf die Stirn. „Der Wettbewerb wird noch härter“, schwor Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp bereits kurz vor Weihnachten die Mitarbeiter auf eine wachsende Konkurrenz ein.

Auf dem US-Markt, dem wichtigsten Automarkt der Welt, will die Branche das zuletzt deutlich gestiegene Verbrauchervertrauen in höhere Erlöse ummünzen. Doch auf einem stabilen amerikanischen Markt können die deutschen Hersteller nur Fortschritte erzielen, wenn es ihnen gelingt, der Konkurrenz vor allem mit neuen Modellen Marktanteile abzujagen. Das dürfte für die meist hochpreisigen deutschen Anbieter nicht einfach werden, denn Scott Sprinzen, Autoexperte der Ratingagentur Standard & Poor’s, sieht durch steigende Zinsen die Gefahr, dass sich der jahrelange Trend zu höheren Durchschnittspreisen je Auto umkehren könnte.

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