Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.09.2013

15:17 Uhr

Chrysler-Preispoker

Einigung zwischen Fiat und Veba nicht in Sicht

Fiat würde die US-Tochter Chrysler gerne komplett übernehmen. Firmenchef Sergio Marchionne äußert sich allerdings pessimistisch – es gebe keine Einigung mit dem US-Gewerkschaftsfonds Veba. Es liegt am Preis.

Sergio Marchionne äußerte sich pessimistisch zum Preispoker um Chrysler. Reuters

Sergio Marchionne äußerte sich pessimistisch zum Preispoker um Chrysler.

TurinIm Preispoker um Chrysler gibt es nach Darstellung von Fiat-Chef Sergio Marchionne bislang keine Aussicht auf eine Einigung. Marchionne äußerte sich am Freitag pessimistisch zu den Verhandlungen mit dem US-Gewerkschaftsfonds Veba über einen Kauf von dessen Chrysler-Beteiligung. Auf die Frage, ob Fiat einer Verständigung mit Veba näher komme, antworte der Manager: „Das denke ich nicht.“ Er sorgte damit für Enttäuschung an der Börse: Die Fiat-Aktie sackte zwei Prozent ab.

In der vergangenen Woche hatte Marchionnes Fernbleiben von der Automesse IAA in Frankfurt noch für Spekulationen gesorgt, der Fiat-Chef könnte damit beschäftigt sein, einen Kompromiss mit dem Miteigner unter Dach und Fach zu bringen. Dies sei nicht der Fall gewesen, sagte Marchionne nun und lieferte eine lakonische Begründung seiner Absage an die IAA: „Ich hatte zu arbeiten.“

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Fiat hält 58,5 Prozent an Chrysler, Veba den Rest. Der italienische Konzern will die US-Tochter komplett übernehmen, streitet sich mit dem Fonds aber über den Preis. Zahlt Fiat nicht den geforderten Betrag, der Insiderinformationen zufolge bei mehr als fünf Milliarden Dollar liegen dürfte, dann will Veba einen Teil der eigenen Beteiligung an die Börse bringen. Dazu könnte Marchionnes Worten zufolge im ersten Quartal nächsten Jahres kommen.

Marchionne äußerte sich zudem kritisch zu dem politischen Umfeld seiner wirtschaftlichen Tätigkeit im Heimatland Italien. Um voran zu kommen, sei Stabilität notwendig, erklärte er. „Wenn wir weiterhin alle sechs oder zwölf Monate die Regierung wechseln, dann ist das kein sehr ermutigendes Zeichen an die Investoren.“ Gleichzeitig kündigte er neue Alfa-Romeo-Modelle an, die zum geeigneten Zeitpunkt vorgestellt würden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×