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13.02.2017

14:42 Uhr

Cinven und Advent interessiert

Bieterstreit treibt Stada-Aktie auf Rekordhoch

Kommt es zum Bieterkampf um Stada? Die Finanzinvestoren Cinven und Advent haben ein Auge auf den deutschen Pharmakonzern geworfen. Die Anleger zeigen sich schon jetzt elektrisiert.

Stada-Gerüchte

Darum ist das Pharmaunternehmen plötzlich so interessant

Stada-Gerüchte: Darum ist das Pharmaunternehmen plötzlich so interessant

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Bad VilbelUm den hessischen Generika-Hersteller Stada zeichnet sich ein Wettbieten ab. Zwei Unternehmen hätten unverbindlich Interesse an einer Übernahme von Stada geäußert, erklärte der Pharmakonzern am Sonntagabend in Bad Vilbel bei Frankfurt und reagierte damit auf einen Bericht der „Financial Times“. Am Montag bestätigte Stada in einer Mitteilung, dass es sich dabei um die Finanzinvestoren Cinven und Advent handelt.

Beide bekommen nun Einblick in die Bücher. Der Vorstand habe einstimmig „ergebnisoffene Gespräche“ beschlossen, in denen beide Beteiligungsgesellschaften ihre Pläne für Stada erläutern könnten. Beide hätten angeboten, bis zu 100 Prozent an dem Unternehmen zu erwerben, das an der Börse mit mehr als 3,5 Milliarden Euro bewertet wird. Stada stellt sich aber einen höheren Preis vor: Die Interessenten sollen „weitere Wertsteigerungspotenziale im Hinblick auf einen potenziellen Angebotspreis bewerten“, hieß es in der Mitteilung.

Kommentar zum Bieterstreit: Bei Stada wird es wieder turbulent

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Zwei Investoren bemühen sich um den Pharmahersteller Stada; auf dem Tisch liegen rund 3,5 Milliarden Euro. Doch Anleger hoffen zu recht auf mehr: Im Übernahmepoker wird noch nachgelegt werden müssen. Ein Kommentar.

Die Aussicht auf einen Bieterwettstreit hat die Stada-Aktien am Montagmorgen auf ein Rekordhoch getrieben. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel schossen am Montag um bis zu 14,9 Prozent auf 57,10 Euro nach oben und waren der am zweitmeisten gehandelte Wert auf der Handelsplattform Xetra. In der ersten Stunde seit Börsenöffnung wurden fünf Mal mehr Stada-Aktien gehandelt als an einem Durchschnittstag.

„Das ist ein sehr attraktives Angebot für Stada-Aktionäre“, sagte Analyst Ulrich Huwald von Warburg Research. Er rechnet jedoch nicht damit, dass die gebotenen Preise noch deutlich steigen werden. Stada kämpfe an verschiedenen Fronten mit Problemen. So belaste den Konzern etwa die Abwertung der britischen Währung Pfund Sterling, zudem stecke das Unternehmen noch in einer Restrukturierungsphase.

Kepler-Cheuvreux-Analyst Oliver Reinberg bestätigte sein „Buy“-Rating für Stada und erhöhte das Kursziel auf 62 Euro von 55 Euro. „Wir glauben, die Chancen für eine tatsächliche Offerte sind deutlich gestiegen und ein Bieterwettkampf ist möglich.“ Ein Aktienhändler betonte, der Preis könne in die Höhe getrieben werden, wenn zwei Bieter gegeneinander antreten.

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